Darum gehts
- Schweizer Pass ist laut Henley Index 2026 weltweit auf Platz 3
- Singapur führt mit visumfreiem Zugang zu 192 von 227 Ländern
- Schweizer können derzeit ohne Visum in 186 Staaten einreisen
Der rote Reisepass mit dem Schweizerkreuz ist unser Türöffner für die grosse weite Welt: Mit ihm können wir viele Länder bereisen. Konkret ist die Einreise ohne Visum in 186 Staaten oder Territorien möglich. Das macht den Schweizer Pass zu einem der mächtigsten der Welt. Im neu publizierten Henley Passport Index belegt er den dritten Platz. Und ist damit erstmals auf dem Podest.
Den ersten Platz im Ranking des Beratungsunternehmens Henley & Partners belegt der Reisepass von Singapur. Er hat damit den Titel aus dem letzten Jahr verteidigt – dank des visafreien Zugangs zu 192 von insgesamt 227 Ländern. Generell dominieren asiatische Länder den Index: Mächtiger als der Schweizer Pass sind jene von Japan und Südkorea.
Schweizer Pass verliert, aber weniger als andere
2025 konnte man mit dem roten Pass noch in 190 Staaten ohne Visum einreisen – vier mehr als jetzt. Im letztjährigen Henley Passport Index reichte das aber bloss für den fünften Platz. Heisst: Die Schweiz geniesst weniger Reisefreiheit, hat es aber trotzdem aufs Podest geschafft, weil andere Länder noch stärker eingebüsst haben.
Der deutsche Reisepass beispielsweise hat die visumsfreie Einreise zu sieben Ländern verloren. Weiter eingebüsst haben auch die USA, die es gerade noch in die Top 10 des Rankings geschafft haben.
Schweizer brauchen bei ihren Reisen derzeit für 40 Länder ein Visum – mehr als die Hälfte davon befindet sich in Afrika, wie aus Daten der International Air Transport Association (IATA) hervorgeht, auf denen das Ranking beruht. Neu braucht man ein Visum für die Länder Mauretanien, Burkina Faso, Pakistan, Irak, Myanmar und Somalia. Dafür ist nun die visumfreie Einreise nach Vietnam und Sierra Leone möglich.
Schere bei Reisefreiheit geht auf
Beim Blick auf die Entwicklung über die Jahre stellt Henley & Partners eine immer ungleichere Verteilung der Reisefreiheit fest. Die Schere zwischen den Pässen der reichen Industrieländer und den weniger privilegierten Nationen geht immer weiter auseinander. «In den letzten 20 Jahren hat die globale Mobilität erheblich zugenommen, aber die Vorteile sind ungleich verteilt», so Christian H. Kaelin, Gründer Henley Passport Index, in einer Medienmitteilung.
Derzeit liegt der Unterschied zwischen dem singapurischen Pass und jenem von Afghanistan auf dem letzten Platz des Rankings 168 Länder. Zum Vergleich: Vor 20 Jahren betrug die Differenz zwischen dem mächtigsten und schwächsten Reisepass bloss 118 Staaten.