Neue Spendenlandkarte zeigt
Hier leben die knausrigsten Schweizerinnen und Schweizer

Spenden gehört in der Schweiz zum guten Ton. Doch wo wohnen die spendenfreudigsten Menschen? In welchen Kantonen ist die Spendenbereitschaft besonders hoch? Und spenden Reiche mehr als Arme? Eine aktuelle Studie klärt diese Fragen.
Publiziert: 31.05.2024 um 16:33 Uhr
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Aktualisiert: 02.06.2024 um 11:25 Uhr
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Die Spendenlandkarte der Schweiz: Rot die Regionen, in denen am wenigsten gespendet wird, grün die grosszügigsten Gebiete.
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Patrik BergerReporter Wirtschaft

Die Schweiz hat einen guten Ruf. Schweizerinnen und Schweizer gelten als hilfsbereit und spendenfreudig. Zu Recht. Aber es gibt grosse regionale Unterschiede, wie eine neue Studie des privaten Briefdienstleisters Quickmail zeigt. Längst nicht überall sitzt das Portemonnaie gleich locker.

Im Kanton Basel-Landschaft leben die grosszügigsten Menschen. Es wird 21 Prozent mehr gespendet als im Schweizer Durchschnitt. Dahinter folgen die Kantone Bern und Zürich. Die knausrigsten Schweizer wohnen in den Kantonen Wallis und Tessin. Die beiden Schlusslichter im Ranking liegen 24 Prozent unter dem nationalen Schnitt.

Besonders spendabel sind die Bewohner der Kantone Basel-Landschaft, Bern und Zürich.

Ländliche Gemeinden schneiden schlecht ab

Neben den beiden Grossregionen Bern und Zürich sind auch die Bewohnerinnen des Mittellandes rund um Aarau und der Zentralschweiz grosszügiger als der Schweizer Durchschnitt.

Die Spitzenreiter bei den Gemeinden mit mehr als 1000 Haushalten sind Bolligen bei Bern, die Goldküstengemeinde Zumikon ZH und Wohlen bei Bern. Deutliche Unterschiede stellt die Studie zwischen Stadt und Land fest: Am meisten gespendet wird in mittelgrossen Gemeinden und in den Agglomerationen. In dicht besiedelten Städten liegt die Spendenaffinität dagegen 22 Prozent unter dem Durchschnitt. Auch ländliche Gebiete schneiden tendenziell eher schlecht ab. Sie liegen 13 Prozent unter dem Schnitt.

Tessin deutlich unter dem Schnitt

Wie sieht es in den Sprachregionen aus? Die Deutschschweiz ist spendabler als der Rest des Landes. Hier gibt es 5 Prozent mehr Spender als im Durchschnitt. Die Westschweiz liegt 11 Prozent, das Tessin sogar 25 Prozent unter dem Schnitt.

Die Studienautoren belegen zudem, wie stark das Haushaltseinkommen die Spendenbereitschaft beeinflusst. Das wenig überraschende Resultat: In Gebieten mit einem Median-Einkommen von über 75'000 Franken gibt es 22 Prozent mehr Spender als im Durchschnitt. In Gebieten mit einem Einkommen unter 52'000 Franken liegt die Spendenbereitschaft dagegen 16 Prozent unter dem Durchschnitt.

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Für die Spendenlandkarte wurde ausgewertet, wie viele adressierte Mailings von gemeinnützigen Quickmail-Kunden 2023 verschickt wurden. Basis waren 10,5 Millionen verschickte Sendungen.

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