Doppelbett und Kronleuchter
Kampf um luxuriöseste First-Class-Kabine geht in die nächste Runde

Ab 2027 setzt Singapore Airlines auf eine neue First-Class-Suiten mit Doppelbetten und Esstisch. Und will damit der Air France den Titel der besten First Class wegschnappen. Auch die Swiss spielt mit der neuen exklusiven First Grand Suite ganz vorn mit.
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Singapore Airlines will sich den Titel der besten First-Class zurückholen.
Foto: PD

Darum gehts

  • Singapore Airlines investiert 700 Mio. Franken in neue Luxus-First-Class-Kabinen
  • Luxussuiten mit Doppelbetten, Kronleuchtern und privaten Esszimmern geplant
  • Swiss bietet neue Suite ab 10'000 Franken plus 6000 Franken Aufpreis an
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Die grossen Airlines dieser Welt liefern sich einen spektakulären Kampf um die luxuriöseste Flugzeugkabine! Dreimal in Folge – von 2023 bis 2025 – kürte das britische Beratungsunternehmen Skytrax die First Class von Singapore Airlines zur besten der Welt, 2026 ging der Titel an Air France. Das lässt Singapore nicht auf sich sitzen – und investiert viel Geld in eine neue Kabine. Mit den neuen First-Class-Suiten will die Airline den prestigeträchtigen Titel zurückerobern.

Die Fluggesellschaft hat ihre neuen First- und Business-Class-Kabinen vorgestellt. Sie sind mit riesigen Betten, privaten Suiten und sogar Kronleuchtern ausgestattet. Kostenpunkt des gigantischen Kabinenprojekts: rund 770 Millionen Euro allein für die Umrüstung von 41 Airbus A350, wie unter anderem die «Wirtschaftswoche» berichtet. Die First Class soll ab der zweiten Jahreshälfte 2027 in den neuen Boeing 777-9 zum Einsatz kommen.

Sitze werden zum Doppelbett

Statt gewöhnlicher Sitze gibt es abgeschlossene Luxussuiten mit Schiebetüren. In der Mitte des Flugzeugs entsteht ein riesiges Doppelabteil für zwei Passagiere. Die Sitze lassen sich in ein grosses Doppelbett verwandeln. Wer allein reist, bekommt eine geräumige Suite am Fenster.

Auch das Essen wird inszeniert! Die Suiten werden mit wenigen Handgriffen zu kleinen privaten Esszimmern. Zwei Passagiere können sich an einem Tisch gegenübersitzen. Und selbst wenn das Bett ausgefahren ist, bleibt genügend Platz, um aufrecht daneben zu stehen. Ein besonderer Hingucker: kleine Kronleuchter aus fünf LED-Leuchten. Die Inspiration dafür holten sich die Designer direkt in den Luxuswohnungen ihrer besten Kunden. Singapore Airlines besuchte dafür Dutzende Vielflieger zu Hause.

Schlafzimmer oder Büro bei der Swiss

Auch die Swiss spielt mit ihrer neuen First Grand Suite vorn mit. Die Lufthansa-Tochter setzt ihre neuen Luxus-Privatsuiten erstmals auf ihren Flügen ein: Die First Grand Suite ist nun seit der Umstellung auf den Winterflugplan vor einer Woche buchbar. Verfügbar ist die edle Suite über den Wolken auf den neuen Verbindungen des Swiss-Aushängeschilds Airbus A350 ab Zürich in die chinesische Metropole Shanghai und nach Johannesburg in Südafrika.

Die First Grand Suite vereint zwei First-Class-Suiten zu einem abgetrennten Bereich. So wird die Kabine zum Schlafzimmer, Büro oder Meetingraum – ohne dass jemand im Gang vorbeiläuft oder sonst wie stört. Eine Aufwertung innerhalb der First Class. Die Swiss bewirbt die Super-First-Class als «Rückzugsort über den Wolken». Angelegt ist sie für bis zu drei Passagiere.

Der Preis des neuen Luxus-Angebotes der Swiss berechnet sich aus einer fixen Formel. Auf den First-Class-Volltarif kommen zusätzlich 3000 Franken pro Strecke dazu, hin und zurück also 6000 Franken. Drei Reisende zahlen neben dem Aufpreis 2,5-mal den Volltarif fürs First-Class-Ticket. Ein solches Ticket gibt es auf der Langstrecke ab gut 10'000 Franken für beide Wege. Dafür ist ein Limousinenservice im Preis inbegriffen. Ein Chauffeur holt die Gäste am Wohnort innerhalb der Schweiz ab und bringt sie direkt ans Flugzeug.

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