Mehrere Migros-Filialen betroffen
Jetzt ruft der nächste Hersteller potenziell giftige Babymilch zurück

Nach Mega-Rückrufen bei Nestlé und Danone folgt jetzt der französische Hersteller Vitagermine. Dieser ruft in mehreren Westschweizer Migros-Filialen potenziell giftiges Babymilchpulver zurück. Das Gift ist dasselbe wie bei Nestlé und Co.
Kommentieren
1/5
Dieses Produkt ruft der französische Konzern Vitagermine in mehreren Migros-Läden zurück.
Foto: Screenshot

Darum gehts

  • Vitagermine ruft Babymilch-Produkt wegen Gift Cereulid zurück
  • Verunreinigtes Öl stammt offenbar von Cabio Biotech, einem Hersteller aus China
  • Nestlé rief Anfang Jahr mehrere Produkte aufgrund desselben Gifts in rund 70 Ländern zurück
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Angefangen hat alles mit dem Lebensmittel-Multi Nestlé. Dieser rief Anfang Jahr in rund 70 Ländern unter anderem Babymilch-Produkte der Marken Beba und Alfamino zurück. Der Grund: Das darin enthaltene Öl könnte mit dem Gift Cereulid verunreinigt sein, was zu Durchfall, Erbrechen, aber auch schweren Komplikationen bei Säuglingen führen kann. 

Kurz darauf folgten Unternehmen wie die Luzerner Firma Hochdorf, Lactalis aus Frankreich oder der Konzern Danone. Jetzt kommt es auch beim französischen Hersteller Vitagermine zu einem grossen Rückruf: Die Firma warnte Kunden am Montag vor der Säuglingsmilch «Babybio Optima 1 800g» mit Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 12. August 2027. Das Produkt wurde bereits aus den betroffenen Migros-Filialen in den Kantonen Genf, Neuenburg-Freiburg, Waadt und im Wallis entfernt.

Eltern wurden aufgefordert, die Babymilch der betroffenen Chargen nicht an Kinder weiterzugeben und es bei der Migros zurückzugeben. Ihnen werde dort der Kaufpreis zurückerstattet, teilte der Detailhändler am Montag mit.

Verunreinigtes Öl stammt aus China

Die französische Babymilch wurde von der Migros zurückgerufen, weil auch darin der Giftstoff Cereulid vorhanden sein könnte. Dasselbe Toxin wurde auch in den betroffenen Nestlé-Produkten festgestellt. Beim Nestlé-Rückruf handelt es sich um die grösste vorsorgliche Rückrufaktion in der Geschichte des Konzerns.

Nestlé machte bislang keine konkreten Angaben dazu, welcher Lieferant für das verunreinigte Öl verantwortlich ist. Gemäss dem «Tages-Anzeiger» stammt es von Cabio Biotech aus China. Dies bestätigte eine Sprecherin des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit (BLV) gegenüber der Zeitung. Die chinesische Cabio Biotech ist einer von drei globalen Herstellern des Öls.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen