Darum gehts
- Die Fusion von Helvetia und Baloise kostet in der Schweiz bis 2300 Jobs
- Der Hauptsitz wird nach Basel verlegt, St. Gallen verliert Bedeutung
- Der fusionierte Konzern beschäftigt weltweit rund 22'000 Mitarbeitende
Die Mega-Fusion zwischen den beiden Versicherungen Helvetia und Baloise kostet in der Schweiz offenbar mehr Jobs, als bisher kommuniziert. Laut neuen Informationen der «Handelszeitung» ist das Ausmass des Jobabbaus deutlich höher.
Offiziell sprach der Konzern bislang von bis zu 2600 Stellen weltweit. Ein grosser Teil davon sollte die Schweiz betreffen. Von 1400 bis 1800 Jobs war die Rede. Jetzt zeichnet sich aber ab: Allein hierzulande könnten 2300 Jobs verschwinden. Im Ausland fällt der Abbau mit 300 Jobs dagegen vergleichsweise moderat aus. Insgesamt beschäftigt die fusionierte Gruppe rund 22’000 Mitarbeitende.
Für die Schweizer Mitarbeitenden bleibt die Ungewissheit über das wahre Ausmass des Stellenabbaus gross. Klarheit soll es erst Mitte April geben, wenn der Konzern detaillierte Zahlen präsentiert.
Neuer Hauptsitz in Basel
Neben dem Stellenabbau verschiebt sich auch das Machtzentrum. Der neue Hauptsitz entsteht in Basel – und das hat Folgen für die Ostschweiz. Der bisherige Helvetia-Standort in St. Gallen verliert massiv an Bedeutung.
Das Gebäude am noblen Rosenberg steht offenbar bereits zur Disposition, wie die «Handelszeitung» schreibt. Interesse gibt es dennoch: Die Universität St. Gallen prüft, zusätzliche Flächen zu übernehmen. Gespräche laufen.