Darum gehts
- Hunderte stehen Samstagmorgen vor Swatch-Store in Zürich für Royal Pop
- 90 Prozent Männer in Warteschlange, viele planen Weiterverkauf mit Gewinn
- 350 Franken pro Uhr, inspiriert von Royal Oak, bereits auf Ricardo gelistet
Swatch und Audemars Piguet machen gemeinsame Sache. Das versetzt die Uhrenwelt in helle Aufregung! Und zwar weltweit. Heute Samstag wird die neue Royal Pop, eine Taschenuhr in knalligen Farben, lanciert. Auch im Swatch-Store an der Bahnhofstrasse 69 in Zürich. Der Männeranteil in der Schlange vor dem Swatch-Store an der Zürcher Bahnhofstrasse beträgt locker 90 Prozent.
Längst nicht alle dürften sich für die Freundin eine Royal Pop ergattern. Viele wittern mit der neuen Taschenuhr vor allem das grosse Geld. In den vordersten Plätzen der Mega-Schlange stehen viele, welche die Uhr im Internet direkt wieder verkaufen wollen – mit einem happigen Aufschlag. Es geht also auch um viel Geld.
Der Bieler Uhrenhersteller Swatch selbst hat die Gerüchteküche ab dem 6. Mai mit kryptischen Posts in sozialen Medien zum Brodeln gebracht. Und so den Hype um die Kollaboration mit Audemars Piguet ausgelöst. Der 1875 gegründete Luxusuhren-Hersteller hat seinen Sitz in Le Brassus VD und produziert in Werken in Le Locle NE und Meyrin GE. Er gehört zu den renommiertesten und teuersten Uhrenherstellern der Welt und ist immer selbständig geblieben.
Umso mehr überrascht die Zusammenarbeit mit Swatch. Denn Audemars Piguet ist absolute Uhrenelite. Einstiegsmodelle von Audemars Piguet gibts ab 30'000 Franken. Das bekannteste Modell, die Royal Oak, ist eine der begehrtesten Luxusuhren der Welt. Die Wartelisten sind lang. Gebraucht sind viele Modelle teurer als beim Neukauf. Fans zahlen dafür gerne sechsstellige Beträge.
Da ist es naheliegend, dass sich das Design der Royal Pop an der ikonischen Royal Oak orientiert. Das achteckige Gehäuse, die sichtbaren Lünettenschrauben und das integrierte Armband in Kombination mit knalligen Farben: Das sorgt für Emotionen rund um die neue Taschenuhr mit dem mechanischen Uhrwerk. Erklärtes Ziel von Swatch: «Künftige Generationen in die Welt der mechanischen Uhren zu bringen». Über 1000 Leute haben zwei Jahre lang im Geheimen am Projekt gearbeitet. Schon jetzt tauchen erste Uhren auf Plattformen wie Ricardo auf – obwohl es sie erst ab 9 Uhr zu kaufen gibt. Seriös ist anders.