Valentin Vogt (60), Präsident des Arbeitgeberverbands, forderte im «SRF», dass ab Mai die Massnahmen gelockert werden sollen. Und man mit «Fallzahlen von 20'000 bis 30'000 leben kann». Das sorgt für viel Entsetzen im Netz.
Publiziert: 10.04.2021 um 13:16 Uhr
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Aktualisiert: 13.04.2021 um 19:32 Uhr
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Valentin Vogt, Präsident des Arbeitgeberverbands, sorgte mit seiner Aussage gegenüber «SRF» für mächtig Empörung.
Foto: Thomas Meier
Valentin Vogt (60), Präsident des Arbeitgeberverbands, sorgte mit seiner Aussage für mächtige Empörung. «Wenn die Risikopatienten geimpft sind, werden etwa drei Viertel der Hospitalisationen wegfallen. Das heisst, wir könnten dann mit Fallzahlen von 20’000 bis 30'000 pro Tag leben, ohne dass die Spitäler an den Anschlag kämen», sagte er zu «SRF».
Ab Mitte Mai solle ein Umdenken stattfinden, weil das Risiko für einen schweren Corona-Verlauf ausserhalb der Risikogruppe sehr gering sei. «Es ist nur eine kurze Phase, die intensiv ist, und dann wird auch wieder Normalität einkehren», meint Vogt.
Das sorgt von allen Seiten für Entsetzen. «Eine ungeheuerliche und gefährliche Aussage seitens Valentin Vogt», schreibt beispielsweise der grünliberale Nationalrat Martin Bäumle (56).
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Auch Manuel Battegay (60), Chefarzt für Infektiologie und Spitalhygiene am Unispital Basel, reagiert auf Twitter. Er hält den Durchseuchungsvorschlag von Vogt für «unsachlich, unethisch und unverantwortlich». Eine Verzwölffachung der Infektionsrate würde die Kapazitäten der Spitalbetten überlasten. Das würde Kontrollverlust über das Virus bedeuten. «Wir müssen bis Ende Impfkampagne noch zwei bis drei Monate diszipliniert Abstand, Maske und Hygiene beachten!», so Battegay.
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Derweil kursiert der Hashtag #vogtmussweg auf Twitter. Und war zwischenzeitlich sogar in den Schweizer Trends. «Mal randaliert die Jugend. Mal randaliert der Arbeitgeberverband. Irgendwas ist immer», schreibt beispielsweise Twitter-Nutzer Daniel Kaufmann. (lui)
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