Krise bei VW spitzt sich zu
Volkswagen will bis zu 120'000 Jobs abbauen – und Fabriken schliessen

VW baut noch mehr Jobs ab, als geplant. Statt 50'000 sollen bis zu 120'000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Auch Farikschliessungen werden immer realsitischer. Das ist bitter für den deutschen Vorzeige-Autobauer und seine Angestellten.
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Der VW-Konzern plant den grössten Umbau seiner Geschichte.
Foto: imago/Schöning

Die Krise um den deutschen Autobauer Volkswagen spitzt sich zu. Jetzt verschärft der Konzern den bereits eingeschlagenen Sparkurs drastisch. Nach internen Konzernunterlagen sollen bis 2030 bis zu 120'000 Stellen wegfallen, wie die «Bild» berichtet. Zu den bereits beschlossenen 50'000 Jobstreichungen kommen laut den Plänen also weitere 55'000 bis 70'000 Arbeitsplätze hinzu.

Der Autobauer begründet den drastischen Schritt mit einer «kritischen Gesamtlage». Absatz, Gewinn und Cashflow stehen unter Druck. Besonders in China läuft es für VW schlecht: Seit 2019 brach der Absatz dort um 36 Prozent ein. Gleichzeitig gewinnen chinesische Hersteller in Europa immer mehr Marktanteile. Ein Teufelskreis.

Vier Fabriken stehen auf der Kippe

Der Konzern mit Sitz in Wolfsburg (D) will den Stellenabbau zunächst möglichst ohne Kündigungen umsetzen, schreibt die «Bild». Geplant sind Frühpensionierungen, Freiwilligenprogramme, Ausgliederungen und Transfergesellschaften. Gleichzeitig überprüft VW aber auch bestehende Beschäftigungsgarantien. Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern stehen bevor.

Doch nicht nur Jobs stehen auf dem Spiel. Auch mehrere Fabriken geraten ins Wanken. Für die deutschen Standorte Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm gibt es derzeit keine Garantie, dass nach Auslaufen der aktuellen Modelle neue Fahrzeuge gebaut werden. Grund sind laut VW massive Überkapazitäten in Europa und hohe Produktionskosten an den deutschen Standorten.

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