Die Verhandlungen zum Bau der neuen Pantanal-Voliere im Zoo Zürich sind definitiv gescheitert. Der Zoo und die involvierte Stahlbaufirma Baltensperger aus Höri keine Lösung zur Weiterverwendung der bereits vorproduzierten Stahlbogen-Teile finden. Die Verhandlungen müssten deshalb endgültig beendet werden, teilte der Zoo Zürich am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.
«Wir wollten im Rahmen einer Gesamtlösung erreichen, dass die bereits produzierten, aber nicht herausgegebenen Stahlbogen-Teile weiterverwendet werden können», wird Zoodirektor Severin Dressen in der Stellungnahme zitiert.
Streit ums Geld
Diese Bemühungen scheiterten laut dem Zoo jedoch insbesondere an unterschiedlichen finanziellen Vorstellungen über die Abgeltung der vorproduzierten Bogen-Teile.
«Die Weigerung der Stahlbaufirma, die Bogenträger herauszugeben, führt nun leider dazu, dass die produzierten Stahl-Teile eingeschmolzen und von einer neuen Stahlbaufirma erneut produziert werden müssen», so Dressen.
Beim Streit geht es um um mehrere Millionen Franken. Und um die Existenz der Stahlbaufirma mit 75 Angestellten. Bereits vor Weihnachten war ein Vermittlungsversuch gescheitert. Der Fortbestand des Unternehmens bleibt offen. Klar ist: Die Baltensperger AG ist offiziell in provisorischer Nachlassstundung. Dies verschafft der Firma Zeit, um Sanierungsmassnahmen zu prüfen.
Je nach Verlauf kann daraus eine definitive Nachlassstundung mit Sanierungsplan entstehen – oder am Ende der Konkurs. Betroffen sind zwei Firmen von CEO Thomas Baltensperger: neben der Baltensperger AG auch die StahlTech AG. Während der Nachlassstundung darf der Betrieb weiterlaufen, gleichzeitig wird mit den Gläubigern verhandelt.