Micasa kommt nicht aus den Schlagzeilen heraus! Erst Anfang Oktober übernahm eine geheimnisvolle Schweizer Investorengruppe die ehemalige Migros-Tochter. Nun folgt der nächste Paukenschlag: Firmenchef Philipp Agustoni ist weg. Das berichtet die «Aargauer Zeitung».
Agustoni hatte Micasa erst vor gut einem Jahr gemeinsam mit Manuel Landolt und einer Beteiligungsgesellschaft von der Migros übernommen. Der Traum von der Eigenständigkeit ist bereits geplatzt. Jetzt übernimmt ausgerechnet Landolt den Chefposten.
Wer hinter der neuen Investorengruppe steckt, bleibt weiterhin geheim. Immerhin gibt es jetzt ein Gesicht: Die Treuhänderin Beatrix Ferkinghoff übernimmt das Verwaltungsratspräsidium, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt. In der Schweizer Detailhandelsbranche ist sie bislang kaum bekannt.
Vier Filialen gehen zu
Die neue Eigentümerschaft verspricht zusätzliches Kapital und Know-how. Und mistet kräftig aus: Von den 30 Micasa-Standorten verschwinden gleich vier: Crissier VD schliesst Ende Dezember, Langendorf SO, Brügg BE und Buchs AG folgen Ende Januar 2027. Für die betroffenen Angestellten werden Anschlusslösungen geprüft. Ob weitere Filialen auf der Kippe stehen, lässt Micasa offen.
Der Kahlschlag trifft indirekt auch die Migros. Denn alle vier betroffenen Ladenflächen gehören Regionalgenossenschaften des orangen Riesen. Für die frei werdenden Standorte müssen nun neue Lösungen gefunden werden.