Darum gehts
- Digitec Galaxus stoppt Lagerbau im Rafzerfeld, Kanton Zürich, wegen vieler Auflagen
- Das geplante 60'000-m²-Lager hätte über 500 Arbeitsplätze geschaffen
- 3000 Fahrten pro Tag an 100 Tagen sorgten für Widerstand im Dorf
Die Gemeinde zeigt sich enttäuscht über den Entscheid. Er könne den Entscheid wegen der vielen Auflagen im Kanton Zürich aber nachvollziehen, sagte der zuständige Rafzer Gemeinderat Roman Neukom gegenüber dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von SRF.
Mitentscheidend für den Wechsel dürfte unter anderem die Lage in Egerkingen gewesen sein. Das Land liegt am Autobahnkreuz von A1 und A2. Im Kanton Solothurn käme das Verteilzentrum zudem neben eines der Migros zu stehen. Dass diese auf der noch grünen Wiese Pläne hat, ist schon länger bekannt. Ein weiteres Logisikzentrum baut Digitec Galaxus in Deutschland. Das Zentrallager befindet sich in Wohlen AG.
Widerstand wegen Mehrverkehr
Das neue Lager im Rafzerfeld wäre auf einer Fläche von 60000 Quadratmetern entstanden und hätte über 500 Arbeitsplätze bringen sollen. Im Dorf stiess das Vorhaben aber auch auf Widerstand. Vor allem der zu erwartende Mehrverkehr sorgte für Kritik. Die Rede war von über 3000 Fahrten pro Tag an über 100 Tagen pro Jahr. Das vorgesehene Land gehört nicht der Gemeinde.
«Kanton und Gemeinde hätten schneller sein können. Auch die Bevölkerung hätte mehr hinter dem Projekt stehen können», sagte Neukom im Regionaljournal. Das hätte dem Online-Händler vielleicht ein besseres Gefühl gegeben, meinte er.