Darum gehts
- Swiss Life streicht bis 2028 rund 600 Stellen, davon 300 in der Schweiz
- Stellenabbau erfolgt teils durch natürliche Fluktuation, keine Massenentlassungen geplant
- Reingewinn im ersten Halbjahr 2026 stieg um 8 Prozent auf 649 Mio. CHF
Der Versicherungsriese Swiss Life greift zum Rotstift. Bis Ende 2028 sollen rund 600 Stellen verschwinden. Besonders betroffen sind die Schweiz, wo 300 Stellen verschwinden sollen, sowie der Vermögensverwalter Swiss Life Asset Managers.
Je rund die Hälfte des Abbaus entfällt auf diese beiden Bereiche, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Bei Asset Managers sollen vor allem Jobs im Ausland wegfallen. Zu Entlassungen im grossen Stil soll es allerdings nicht kommen: Ein wesentlicher Teil der Stellen soll über die natürliche Fluktuation verschwinden. Offene Positionen werden zudem nur noch selektiv neu besetzt.
Der Abbau läuft bereits. Auf diese Weise seien bislang rund 100 Stellen weggefallen. Bis Ende dieses Jahres sollen weitere rund 100 folgen. Mitarbeitende, deren Stelle betroffen ist, will Swiss Life bei der beruflichen Neuorientierung unterstützen, heisst es.
Reingewinn um 8 Prozent gestiegen
Der Stellenabbau wird aus einer Position der Stärke angekündigt. Swiss Life hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr verdient. Der Reingewinn stieg um 8 Prozent auf 649 Millionen Franken, der Betriebsgewinn ebenfalls um 8 Prozent auf 967 Millionen Franken. Die Prämieneinnahmen kletterten auf 12,3 Milliarden Franken.
Konzernchef Matthias Aellig begründet den Abbau mit dem langfristigen Umbau des Geschäfts. Swiss Life wolle effizienter werden und dabei auch die Möglichkeiten der fortschreitenden Digitalisierung nutzen. So sollen Marktchancen künftig schneller genutzt werden können.
Swiss Life beschäftigt rund 11'000 Mitarbeitende und verfügt über ein Vertriebsnetz mit über 20'000 Beraterinnen und Beratern.
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