Anleger reagieren auf Mega-Hack
Kunden ziehen 3,6 Milliarden von Kryptobörse Binance ab

Nach dem Milliarden-Hack erlaubt die Krypto-Plattform Binance wieder Auszahlungen. Anleger zeigen sich erschüttert – und haben Gelder in Milliardenhöhe abgezogen. Mittlerweile hat sich auch das FBI eingeschaltet.
Kommentieren
1/6
Die Kryptobörse Binance des Gründers Changpeng Zhao (49) wurde am Freitag Opfer eines Hackerangriffs.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

  • Binance erlaubt nach dem Milliarden-Hack wieder Auszahlungen, Anleger zogen 3,6 Milliarden Dollar ab
  • Beim Angriff wurden in 20 Minuten Kryptowährungen im Wert von rund 6,3 Milliarden Dollar erbeutet
  • Das FBI macht die nordkoreanische Gruppe TraderTraitor verantwortlich und listet 500 Adressen
Michael Hotz
Michael HotzTeamlead Wirtschafts-Desk

Viele Anlegerinnen und Anleger haben das Vertrauen in Binance verloren: 3,6 Milliarden Dollar an Kundengeldern hat die Kryptobörse eingebüsst, seit sie am Sonntag Auszahlungen wieder aufgenommen hat. Dies entspreche 2,1 Prozent des verwalteten Vermögens an Kryptowährungen, teilt das Unternehmen am Montag mit. Nach einem sprunghaften Anstieg zu Beginn seien die Auszahlungen nun zurückgegangen und «stabilisieren sich wie erwartet», schreibt Binance in einer Mitteilung.

Die grösste Börse der Welt für digitale Währungen wurde am Freitag Opfer des grössten Krypto-Hacks der Geschichte: Cyberkriminelle erbeuteten innerhalb von 20 Minuten Bitcoin, Ether, Stablecoins und andere Token im Wert von rund 6,3 Milliarden Dollar. Die Krypto-Welt reagierte schockiert. Die Kryptoleitwährung Bitcoin fiel auf ein Sechswochentief, auch andere Digitalwährungen gaben als Reaktion auf den Hackerangriff nach.

FBI beschuldigt nordkoreanische Hackergruppe

Branchenkenner vermuteten relativ rasch, dass Nordkorea hinter dem Angriff stecke. Am Samstag beschuldigte dann auch das FBI die nordkoreanische Hackergruppe TraderTraitor. Gleichzeitig publizierte die Behörde eine Liste mit rund 500 Hacker-Adressen, auf denen die Beute liegen soll.

Nach dem Angriff hatte sich Binance umgehend verpflichtet, allfällige Verluste der Kundinnen und Kunden vollständig auszugleichen. Teile davon stammen aus dem hauseigenen Sicherungsfonds Safu. Bislang hat die Plattform laut eigenen Angaben 90 Prozent der gestohlenen Summe absichern können. Die restlichen zehn Prozent seien weniger liquide Token, so die Kryptobörse. Darum dauere es länger, um diese digitalen Vermögenswerte zu beschaffen.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen