Darum gehts
- Coop eröffnet 1000. Filiale im Emmen Center, Symbol für Wachstum
- Fischgeruch und Glaswand-Eingang irritieren Kunden, Kritik häuft sich
- Coop hat in zehn Jahren 3,5 Milliarden Franken ins Filialnetz investiert
Erst am vergangenen Donnerstag hat Coop im Luzerner Emmen Center seine neue Mega-Filiale eröffnet. Mit viel Hurra! Kein Wunder, es ist die 1000. Filiale des Detailhändlers. Sie steht symbolisch für die Vorwärtsstrategie von Coop. Die Basler haben in den vergangenen zehn Jahren neue Läden geschaffen – und 3,5 Milliarden Franken in die Erneuerung des Filialnetzes investiert.
Nach dem ersten Verkaufswochenende zeigt sich nun aber: Noch läuft nicht alles rund im neuen Megastore. Im vorderen Teil des Supermarkts liegt zeitweise deutlicher Fischgeruch in der Luft, wie das Onlineportal Zentralplus berichtet. Besonders stark sei dieser rund um das Sushi-Angebot und nahe der Frischeabteilung.
Kunden stehen vor Glaswand
Bei Coop kennt man das Problem bislang nicht. «Uns ist keine Meldung bezüglich Fischgeruch bekannt», sagt eine Sprecherin zu Blick. Eine mögliche Ursache liefert der Detailhändler aber gleich selbst: Der Geruch könnte von der Fischräucherei direkt im Megastore stammen, so die Sprecherin weiter. Diese gehört zum neuen Frischekonzept. Neben der Räucherei gibt es eine Hausbäckerei, ein «Chäs-Hüsli» sowie bediente Fisch- und Fleischtheken.
Auch der Ladeneingang sorgt für Ärger. Viele Kundinnen und Kunden stehen zunächst ratlos vor einer 1,6 Meter hohen Glaswand, wie die «Luzerner Zeitung» berichtet. Wo man beim Vorgänger Manor Food direkt ins Geschäft gelangte, versperrt nun Glas den Weg. Wer einkaufen will, muss zuerst an der Sushi-Bar und sämtlichen Kassen vorbeilaufen. Erst ganz hinten befindet sich der Eingang zum eigentlichen Supermarkt.
«Schlechtester Coop ever!»
Längst nicht alle haben dafür Verständnis. «Schlechtester Coop ever! Wer hat das geplant?! Der Eingang ist ganz hinten und direkt neben dem Ausgang! Riesenchaos!», ärgert sich ein Kunde in einer Google-Bewertung. «Sehr schöner Laden. Aber der Eingang wurde sehr falsch geplant», kritisiert eine andere Kundin. Jemand motzt: «Der Eingang ist eine Katastrophe! Man muss an den Kassen vorbei und hat somit Gegenverkehr in einem sehr schmalen Gang.»
Dass der ungewöhnliche Zugang für Diskussionen sorgt, weiss auch Coop. Die Kundenführung sei «durchaus ein Thema», sagt die Sprecherin zu Blick. Man gehe aber davon aus, dass es «noch ein wenig Umgewöhnungszeit» brauche. Bauliche Anpassungen seien keine geplant. Sie betont: «Grundsätzlich erhalten wir sehr viel positives Feedback zum neuen Megastore.» Man sei mit dem ersten Wochenende sehr zufrieden.