Darum gehts
- SNB stellt neuen Entwurf für 100-Franken-Note mit Heuschrecke vor
- GC-Fans sind begeistert
- Neue Banknoten ab 2031 im Umlauf, Designänderungen noch möglich
Kaum hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Mittwoch das Gewinnerprojekt für die neuen Banknoten präsentiert, wurde ein Detail in der Schweizer Fussballfan-Szene heiss diskutiert: Auf dem Entwurf des Hunderternötli ist eine Heuschrecke abgebildet – also jenes Insekt, das dem Grasshoppers Club Zürich den Namen gegeben hat. Davon sind die GC-Fans sehr angetan. «In unseren Whatsapp-Chats ist das ein Thema. Wir freuen uns ausserordentlich, dass die SNB sich für einen Entwurf mit diesem Motiv entschieden hat», sagt René Gnägi (46), Präsident des GC-Fanklubs Ostschweiz, zu SonntagsBlick.
Was die GC-Fans begeistert, könnte allerdings die Anhänger anderer Schweizer Fussballklubs verärgern. Markus Imbach (64), Präsident des FCZ-Fanklubs Letzi, hält es für «etwas unglücklich», dass FCZ-Fans künftig in der Situation sein könnten, mit Nötli zahlen zu müssen, auf denen das Wappentier des Erzrivalen abgebildet ist. Er persönlich nehme dies jedoch gelassen, sagt Imbach weiter: «Ich gönne den GC-Fans diese Freude. Sie haben ja sonst nicht viel zu lachen.»
Design der Note kann sich noch ändern
Beim abgebildeten Insekt handelt es sich laut der SNB um eine Alpine Gebirgsschrecke (Miramella alpina) – die Art gehört zur Familie der Feldheuschrecken. Die Frage, ob man sich bewusst sei, dass die Abbildung dieses Insekts auf dem Hunderternötli polarisiere, lässt die SNB unbeantwortet – stellt gegenüber SonntagsBlick aber klar: «Zum aktuellen Zeitpunkt kann über einzelne Elemente sowie das finale Erscheinungsbild der endgültigen Banknoten noch keine Auskunft gegeben werden.» Die gestalterische Weiterbearbeitung des Entwurfes beginne erst.
Es ist also möglich, dass auf den Noten, die ab 2031 in den Umlauf kommen sollen, plötzlich ein weniger kontroverses Exemplar der Schweizer Fauna zu sehen sein wird – und die GC-Fans sich zu früh gefreut haben.