Darum gehts
- Ab 2031 gibt es neue Schweizer Banknoten, Designs polarisieren bereits jetzt
- Die 1000-Franken-Note ist mit 65% Zustimmung der klare Favorit der Leserschaft.
- Viele Leserinnen und Leser empfinden die neuen Nötli als zu blass
Frischer Wind fürs Portemonnaie! Ab 2031 tragen wir neue Schweizer Banknoten bei uns. Die Gestalter haben sich einiges einfallen lassen: Von zarten Farben über detailreiche Sujets bis hin zu modernen Elementen spiegeln die Designs die Schweiz auf neue Weise wider. Doch wie kommen die Nötli bei der Community an? Wir haben unsere Leserinnen und Leser in einer Umfrage gefragt, welche Noten ihnen gefallen und welche weniger überzeugen.
Begeisterung für den grössten Schein
Die 10-Franken-Note findet bei 51 Prozent der Teilnehmenden Zustimmung, während 49 Prozent sie eher nicht mögen. Ein bisschen kritischer fällt das Urteil bei den mittleren Werten aus: Sowohl die 20- als auch die 50-Franken-Note überzeugen nur 48 Prozent der Teilnehmenden, während 52 Prozent sie ablehnen. Etwas beliebter sind hingegen die höheren Werte: Die 100-Franken-Note kommt auf 63 Prozent positive Stimmen, die 200-Franken-Note auf 53 Prozent. Die 1000-Franken-Note ist mit 65 Prozent Zustimmung der klare Favorit der Leserschaft.
Doch was macht ein gelungenes Banknötli überhaupt aus? Unsere Umfrage zeigt eine klare Tendenz: Mit 40 Prozent steht der Bezug zur Identität des Landes an erster Stelle – die Banknote soll die Schweiz widerspiegeln. Knapp dahinter folgt mit 35 Prozent der Wunsch nach möglichst hohem Fälschungsschutz. Deutlich weniger Gewicht haben dagegen kreative Aspekte: Eine originelle Gestaltungsidee erreicht 8 Prozent, die Farbgebung 7 Prozent und Materialqualität ebenfalls 7 Prozent. Die Unterscheidbarkeit für Sehbehinderte nennen lediglich 3 Prozent als wichtigstes Kriterium. Das Fazit: Ein Banknötli soll vor allem schweizerisch und sicher sein.
Zu blass, zu langweilig?
Die Kritik der Leserinnen und Leser konzentriert sich vor allem auf die Farbgestaltung der neuen Banknoten. Viele empfinden die neuen Nötli als zu blass, zu kühl oder zu wenig intensiv. «Grundsätzlich gutes Design. Interessante Sujets. Aber die Farben sind etwas gar blass. Wünschte mir etwas mehr Farbe, mehr Intensität», schreibt Leser Bernhard Hitz. Leser Markus Ruh ergänzt: «Die fadeste, energieloseste Variante hat gewonnen. Eine Jury ohne Mut, schlimm für die Schweiz!» Und auch Leser Rene Frey meint: «Die Banknoten sind zu blass. Es sieht so aus, als wären sie zu lange an der Sonne gelegen. Mir gefällt keine Note!»
Das Design sorgt ebenfalls für Kritikpunkte. Johannes Graf empfindet die Serie als ansprechend gestaltet, allerdings wünscht er sich mehr Kreativität. «Meine Primarschüler hätten von den Sujets her gesehen etwas Ähnliches leisten können. Es hat eindeutig zu viel Landwirtschaft drauf, zu viel Wiederholungen. Die 10er Note gefällt mir gut, die anderen sind leider nur noch Ableitungen davon.»
Rolf Bodmer schreibt ebenfalls: «Dieses Banknotendesign erreicht bei weitem nicht die hervorragenden Designs früherer Banknoten. Ich erinnere mich auch an die visionären Schweizer Künstler früherer Jahre, die mit ihren thematischen Abstraktionen dem aktuellen Banknoten-Design in Ausdruck, Kunst und Moderne weit voraus waren.»
Doch die neuen Banknoten erhalten auch Lob. Viele Leserinnen und Leser schätzen gerade die sanften Farben. «Ich finde alle Banknoten sehr ansprechend; die grafische Gestaltung ist originell und die zarten Farben sind eine Neuigkeit», schreibt Armida Totti.
Kristina Weber sieht dies ähnlich: «Mir gefällt ganz besonders, wie detailreich die Noten sind und dass sie nach wie vor sofort als Schweizer Banknoten erkennbar sind. Andere Vorschläge haben für mich wie Spielgeld für Kinder oder Noten eines unbekannten Fantasielands gewirkt.»
Auch Regula Rauber hebt die Verbindung zur Schweiz hervor: «Wow, diese Bilder gefallen mir sehr gut. Mit der Natur, unserer Lebensgrundlage und den verbindenden Elementen von Nötli zu Nötli, ist mit dieser Gestaltung ein schöner Spiegel unseres Landes entstanden.»
Und Simone Meyer lobt die neuen Noten in höchsten Tönen: «Top, sehr schön. Ich denke, das sind sogar die schönsten der Welt!»