Darum gehts
Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit, trägt eine Augenbinde. Sie soll nicht sehen, wen sie vor sich hat, um unabhängig und neutral zu richten. Eine schöne Symbolik – die aber von den Schweizerinnen und Schweizern zunehmend infrage gestellt wird.
Mit dem Gerechtigkeitsbarometer ermittelt der Beobachter in Kooperation mit Coop Rechtsschutz seit 2024 ein Stimmungsbild, wie fair sich unterschiedliche Bevölkerungsgruppen behandelt fühlen und welche systematischen Ungerechtigkeiten es gibt. Für die aktuelle Erhebung hat das Forschungsinstitut GFS Bern rund 2000 Personen ab 16 Jahren befragt.
Das sind die Resultate der diesjährigen Untersuchung:
- Einleitung: Die Schweiz ist ungerecht – vor allem wenns um Geld geht
- Politische Einstellung: Ungerecht? Linke und Rechte setzen andere Prioritäten
- Geld und Justiz: Selbst Reiche finden, dass Gerechtigkeit käuflich ist
- Jung und Alt: Die Jungen fürchten um ihre Zukunft
- Frauen und Männer: Was Frauen belastet, löst bei vielen Männern Achselzucken aus
- Was uns eint: Wenn es hart auf hart kommt, halten wir in der Schweiz zusammen
Zum Vergleich: Die Resultate der ersten Erhebung 2024:
- Artikel: Der soziale Kitt bröckelt
- Fokus: Jeder Zweite fordert mehr Landesverweise
- Interview: «Die direkte Demokratie ist nicht automatisch gerechter»
- Die Daten: Wo ist die Schweiz unfair? Wir haben nachgefragt
- Podcast: Warum sind für viele kriminelle Ausländer das Hauptproblem?
- Die Studie: Das vollständige Gerechtigkeitsbarometer 2024 finden Sie hier.
Mit dem Gerechtigkeitsbarometer ermittelt der Beobachter in Kooperation mit Coop Rechtsschutz seit 2024 ein Stimmungsbild, wie fair sich unterschiedliche Bevölkerungsgruppen behandelt fühlen und welche systematischen Ungerechtigkeiten es gibt. Für die aktuelle Erhebung hat das Forschungsinstitut GFS Bern rund 2000 Personen ab 16 Jahren befragt.
Das sind die Resultate der diesjährigen Untersuchung:
- Einleitung: Die Schweiz ist ungerecht – vor allem wenns um Geld geht
- Politische Einstellung: Ungerecht? Linke und Rechte setzen andere Prioritäten
- Geld und Justiz: Selbst Reiche finden, dass Gerechtigkeit käuflich ist
- Jung und Alt: Die Jungen fürchten um ihre Zukunft
- Frauen und Männer: Was Frauen belastet, löst bei vielen Männern Achselzucken aus
- Was uns eint: Wenn es hart auf hart kommt, halten wir in der Schweiz zusammen
Zum Vergleich: Die Resultate der ersten Erhebung 2024:
- Artikel: Der soziale Kitt bröckelt
- Fokus: Jeder Zweite fordert mehr Landesverweise
- Interview: «Die direkte Demokratie ist nicht automatisch gerechter»
- Die Daten: Wo ist die Schweiz unfair? Wir haben nachgefragt
- Podcast: Warum sind für viele kriminelle Ausländer das Hauptproblem?
- Die Studie: Das vollständige Gerechtigkeitsbarometer 2024 finden Sie hier.
«Mehr Geld erhöht die Chancen auf Zugang und Erfolg vor Gericht»: Dieses Statement erhielt den tiefsten Gerechtigkeitswert der gesamten Barometer-Befragung. Wuchtige 81 Prozent empfinden es als unfair, dass die hohen Prozess- und Anwaltskosten mitentscheiden, ob jemand einen Rechtsstreit vor Gericht ausfechten kann oder nicht. Auf einer Skala von –5 («sehr ungerecht») bis +5 («sehr gerecht») wurde dieser Punkt mit einem Mittelwert von –3,1 stark negativ bewertet. In der Kernaussage ist diese Kritik keine Überraschung, im Ausmass jedoch ein alarmierendes Signal für das schwindende Vertrauen in die Justiz.
Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.
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Auch die Vermögenden finden es ungerecht
Die Vorbehalte werden auch von jenen geteilt, die von der Situation profitieren könnten: den Menschen, die genügend Geld haben. Selbst in der höchsten Einkommensklasse mit über 13’000 Franken im Monat finden es 31 Prozent «sehr ungerecht», dass Erfolg vor Gericht käuflich ist. Dieser Wert steigt, je knapper die finanziellen Reserven sind. Schon im mittleren Bereich mit einem Haushaltseinkommen von 7000 bis 9000 Franken sind es 42 Prozent, im tiefsten Segment mit monatlich weniger als 3000 Franken sind es 61 Prozent.
«Die sogenannte dritte Gewalt geniesst in der Schweiz weiterhin grosses Vertrauen – sogar mehr als Bundesrat und Parlament. Das Problem sind nicht die Urteile, sondern der Weg dorthin. Lange Verfahren und hohe Hürden erschweren den Zugang zum Recht. Entscheidend ist somit nicht nur, dass gerecht entschieden wird, sondern dass Gerechtigkeit überhaupt erreichbar bleibt.»
«Die sogenannte dritte Gewalt geniesst in der Schweiz weiterhin grosses Vertrauen – sogar mehr als Bundesrat und Parlament. Das Problem sind nicht die Urteile, sondern der Weg dorthin. Lange Verfahren und hohe Hürden erschweren den Zugang zum Recht. Entscheidend ist somit nicht nur, dass gerecht entschieden wird, sondern dass Gerechtigkeit überhaupt erreichbar bleibt.»