Extreme Bedingungen
Stadler Rail baut spezielle Wüsten-Züge für 300 Millionen

Stadler Rail sichert sich einen 300-Millionen-Franken-Auftrag aus Saudi-Arabien. Der Zugbauer von Peter Spuhler (67) liefert ab 2029 zehn weitere Wüsten-Züge, die speziell für extreme Bedingungen entwickelt wurden. Gebaut werden sie in der Schweiz.
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Der extra für die Wüste entwickelte Zug von Stadler Rail.
Foto: PD

Darum gehts

  • Stadler Rail erhält 300-Millionen-Auftrag für zehn Wüsten-Züge aus Saudi-Arabien
  • Die 175 Meter langen Züge bieten Platz für 320 Passagiere
  • Fahrzeuge fahren ab 2029, Fertigung läuft seit April 2026
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Stadler Rail baut in der Ostschweiz Züge für die Wüste! Der Zugbauer von Patron Peter Spuhler (67) hat einen neuen Grossauftrag aus Saudi-Arabien an Land gezogen. Die Saudis bestellen zehn zusätzliche Wüsten-Züge für über 300 Millionen Franken. Gebaut werden sie grösstenteils am Hauptsitz in Bussnang TG und in St. Margrethen SG, wie es in einer Mitteilung heisst.

Damit verdoppelt Saudi Arabia Railways (SAR) seine Bestellung auf insgesamt 20 Züge. Bereits 2024 hatte der Staatskonzern die ersten zehn Fahrzeuge geordert. Nun zieht er die damals vereinbarte Option. Auch der Wartungsvertrag wird entsprechend erweitert. Heisst: Die Saudis sind zufrieden mit den Zügen made in Switzerland.

Extra-Schutz gegen Sand

Die neuen Züge sind Spezialanfertigungen. Stadler hat sie gemeinsam mit dem saudischen Bahnbetreiber eigens für die extremen Bedingungen auf der Arabischen Halbinsel entwickelt. Jeder Zug ist rund 175 Meter lang und bietet Platz für etwa 320 Passagiere. Spezielle Filter- und Schutzsysteme sollen verhindern, dass Sand und Staub der Technik zusetzen. Zwei voneinander unabhängige Triebköpfe und mehrfach abgesicherte Systeme sorgen für zusätzliche Zuverlässigkeit, heisst es in der Mitteilung.

Auch beim Komfort wollen die Saudis nicht sparen: Vorgesehen sind verschiedene Reiseklassen und grosszügige Gepäckbereiche. Und natürlich eine kräftige Klimaanlage. Die ist nötig, denn die Züge verkehren auf der Verbindung zwischen Riad, Hofuf, Abqaiq und Dammam. Ab der zweiten Jahreshälfte 2029 sollen sie Fahrgäste durch Saudi-Arabien transportieren.

Für Stadler ist der Folgeauftrag ein wichtiger Erfolg. Die Fertigung der ersten zehn Züge läuft seit April 2026. Die zusätzlichen Fahrzeuge werden direkt im Anschluss produziert. Der Grossteil entsteht in Schweizer Werken, die Wagenkästen für die Antriebswagen kommen aus dem spanischen Valencia. Schon 2028 will Stadler einen der Wüsten-Züge auf der Bahnmesse Inno Trans in Berlin präsentieren.

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