In Frankfurt herrscht Kerosin-Notstand
Lufthansa-Piloten hamstern Sprit im Ausland

Wegen verstopfter Nachschubwege am Flughafen Frankfurt greift die Lufthansa zu einer Notmassnahme: Um Engpässe zu vermeiden, müssen Piloten vor dem Anflug auf das deutsche Drehkreuz zusätzlichen Sprit im Ausland auftanken.
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Damit die Flieger in Frankfurt abheben können, tanken Lufthansa-Piloten im Ausland extra.
Foto: Sven Thomann
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Guido FelderAusland-Redaktor

Am Flughafen Frankfurt wird der Treibstoff knapp. Wegen des niedrigen Rheinpegels können Tankschiffe kaum noch Kerosin liefern, während gleichzeitig eine Pipeline nur eingeschränkt funktioniert. Um den Betrieb am grössten deutschen Drehkreuz aufrechtzuerhalten, greift die Lufthansa laut «Bild»-Zeitung zu einer ungewöhnlichen Massnahme: dem sogenannten «Tankering».

Bis acht Tonnen zusätzlich

Piloten auf dem Weg nach Frankfurt wurden angewiesen, an ihren Startflughäfen deutlich mehr Sprit aufzutanken als für die Strecke nötig. So müssen die Maschinen nach der Landung in Frankfurt gar nicht oder nur minimal nachgetankt werden. Auf Kurz- und Mittelstrecken dürfen bis zu acht Tonnen zusätzlicher Treibstoff mitgeführt werden.

Für die Passagiere gibt es vorerst Entwarnung: Die Zuladung von Passagieren und Gepäck hat Vorrang, sodass keine Plätze gestrichen werden müssen. Laut einer Lufthansa-Sprecherin handelt es sich um eine reine Vorsichtsmassnahme, um Flugausfälle zu verhindern. Die Sonderregelung gilt bis auf Weiteres.

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