Darum gehts
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Ob als Pulver, Caps oder flüssig – jeder braucht Waschmittel. Allein 2025 wurden in der Schweiz Flüssigwaschmittel für 130,5 Millionen Franken verkauft.
Markenprodukte kosten ein Vielfaches der Discounterwaschmittel. Stellt sich die Frage, wieso. Hat es in den kostengünstigen Produkten weniger waschaktive Substanzen drin? Und wie sieht es mit Bio-Waschmitteln aus?
Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.
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Die Margen sowie die Rezepturen für die Flüssigseifen sind gut gehütete Industriegeheimnisse. «Wir bitten um Verständnis, dass wir grundsätzlich keine produktspezifischen Kostenstrukturen oder Kalkulationen offenlegen», schreibt etwa der Persil-Hersteller Henkel.
Der «Beobachter» hat dennoch versucht, sich den Rohstoffkosten anzunähern. Als Basis dienten zehn Flüssigwaschmittel, die der «K-Tipp» unlängst auf Reinigung und Farbschutz testete.
Hauptsächlich Wasser
Mit den Grosshandelspreisen der Rohstoffe, branchenüblichen Rezepturen und den Herstellerangaben lässt sich der chemische Netto-Warenwert für einen Liter Waschmittel mathematisch ziemlich präzise berechnen. Bei den Bio-Produkten wurde den höheren Rohstoffpreisen Rechnung getragen. Da die chemischen Zutaten Preisschwankungen unterliegen, wurden die Werte gemittelt.
Wer Flüssigwaschmittel kauft, trägt bis zu 80 Prozent Wasser nach Hause. Das kostet die Industrie so gut wie nichts. Aber auch die waschaktiven Substanzen fallen kaum ins Gewicht: Ihr Anteil liegt meist im einstelligen Prozentbereich. Auffällig dabei ist, dass je günstiger das Produkt ist, desto höher ist der Kostenanteil der Rohstoffe am Literpreis.
Nur Coop kritisierte die Berechnungen
Auf Anfrage antworteten die Hersteller praktisch deckungsgleich. Der Anteil der Inhaltsstoffe gebe keine belastbaren Rückschlüsse auf die Kostenstruktur eines Produkts. Der Preis setze sich zusammen aus Forschung und Entwicklung, Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen, Produktion, Verpackung, Energie, Logistik und Vertrieb sowie Kosten und Margen der Handelsstufen.
Bei den Bio-Produkten von Coop und Migros ist der Anteil der errechneten Rohmaterialkosten besonders tief. Migros antwortete branchentypisch: «Zu Rezeptur- und Kalkulationskosten unserer Produkte äussern wir uns grundsätzlich nicht.» Und: Ihr Nature Clean sei gezielt für Konsumentinnen und Konsumenten entwickelt, die «besonderen Wert auf ökologische Aspekte legen». Coop monierte als Einziger, dass die Berechnung der Rohstoffkosten bei ihrem Waschmittel Oecoplan Universal Gel «viel zu tief sei».
Wie sollen Konsumenten nun entscheiden, was sie kaufen? Die Wegweiser sind das eigene Portemonnaie, Umweltgedanken – und die Nase. Denn frische Wäsche mit einem Duft, den man nicht ausstehen kann, bringt gar nichts.