Darum gehts
Paare haben oft ein Problem: Jeder und jede hat sein eigenes Einkommen, doch viele Ausgaben teilt man sich. Manche Ziele haben sie gemeinsam, andere strebt jeder und jede für sich an. Und im Ergebnis fehlt dann der Überblick. Das will Blerta Cerkezi ändern. Die HSG-Studentin hat eine App lanciert, die Paaren die Finanzplanung erleichtern soll: Finanzduett.
Die App sei kein klassisches Budgettool, sagt Cerkezi, sondern fokussiere auf das Vermögen. Allein oder gemeinsam können sich die Nutzer Ziele setzen und mit einem monatlichen Check überprüfen, ob sie auf dem richtigen Weg sind. «Nur wenn Paare einen gemeinsamen Blick auf ihre Situation werfen, wissen sie, ob sie ihre Ziele auch erreichen können.»
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600 Kunden nach zwei Monaten
Finanzduett wurde im März lanciert und hat in den ersten zwei Monaten rund 600 User gewonnen, wie Cerkezi erklärt. Das Geschäftsmodell heisst Abo. Es gibt eine kostenlose Grundversion und eine umfangreichere Version gegen Gebühr. Ziel sei, mit diesen Abos Einnahmen für die weitere Entwicklung zu generieren
Betreiberin der App ist die Firma Imovia, bei der auch die zweite Gründerin von Finanzduett, Olivia Cerkezi, arbeitet. Imovia ist ein Treuhandunternehmen, das für KMU Buchhaltungsarbeiten übernimmt. Umgesetzt wurde die App nicht etwa von einer Agentur, sondern von Blerta Cerkezi selbst. Sie habe das neben ihrem Studium der Wirtschaftsinformatik entwickelt, erzählt sie.
Die App befinde sich noch immer in der Entwicklung. So wolle man etwa den Wunsch erster User aufnehmen, Bankdaten besser importieren zu können. Auch eine Direktanbindung an Bankschnittstellen sei denkbar. Zudem werde die künstliche Intelligenz sicher weiter integriert werden, sagt Cerkezi. Bereits heute gibt es eine KI-Analyse für Nutzer des Premiumangebots.
Noch läuft Finanzduett über die Bücher der Imovia. Bis Ende Jahr solle aber eine eigene Gesellschaft gegründet werden, so Cerkezi. Grundsätzlich sieht sie die Zukunft der App als eigenständiges Angebot. Sollten sich Kooperationen mit Banken ergeben, schaue man sich das aber sicher an.