Talfahrt geht weiter
Ölpreis fällt unter 90 Dollar!

Eigentlich wäre das ein Grund zur Freude: Der Ölpreis sinkt auf den tiefsten Stand seit Februar. Die Gründe für den Preisrückgang verheissen jedoch nichts Gutes.
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Der Ölpreis sinkt auf den tiefsten Stand seit Februar.
Foto: Keystone

Trübe Konjunkturaussichten lasten weiter auf den Ölpreisen. Am Donnerstag liegen die Erdölpreise auf einem mehrmonatigen Tiefstand. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent sank bis auf 88,46 US-Dollar, ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete im Tief 82,64 Dollar. Vor einer Woche kostete ein Barrel Brent noch 96,5 Dollar und ein Barrel WTI 89,5 Dollar.

Damit musste für ein Fass Brent so wenig gezahlt werden wie seit Januar nicht mehr, der WTI-Preis sank auf den tiefsten Stand seit Januar. Im Vergleich zum Vortag betrugen die Abschläge in etwa eineinhalb Dollar.

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China, düstere Prognosen, starker Dollar

Zurzeit lastet ein ganzes Bündel von Faktoren auf den Rohölpreisen. In erster Linie sorgen die ungünstigen Konjunkturaussichten, gepaart mit vielerorts steigenden Zinsen für Pessimismus. Hinzu kommt der seit längerem starke US-Dollar, der Erdöl für Interessenten ausserhalb des Dollarraums wechselkursbedingt verteuert und die Nachfrage drückt. Als dritter Belastungsgrund gilt die strikte Corona-Politik Chinas, die die wirtschaftlichen Aussichten der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt beeinträchtigt.

Der Ölverbund Opec+ hat auf diese Entwicklungen und die mithin fallenden Preise bereits reagiert. In dieser Woche drosselten die rund 20 Förderländer ihre Produktion, wenn auch nur leicht. Analysten interpretierten den Schritt als Bekenntnis zu weiteren Kürzungen, falls diese erforderlich werden sollten. Ungeachtet dessen befinden sich die Erdölpreise immer noch auf vergleichsweise hohem Niveau. (SDA/smt)

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