Ein Stück Schweiz geht verloren
Spielzeugladen Franz Carl Weber gehört nun den Deutschen

Das Schweizer Traditionsunternehmen Franz Carl Weber wechselt die Hand – und ist nun im deutschen Besitz. Die Drogeriemarktkette Müller übernimmt den Spielwarenhändler.
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Mit Franz Carl Weber verliert die Schweiz ein Traditionsunternehmen.
Foto: Pius Koller
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Milena KälinRedaktorin Wirtschaft

Egal ob Lego, Barbie oder coole Brettspiele. Beim Schweizer Traditionsunternehmen Franz Carl Weber gibt es alles. Nun kommt es aber zu einem Besitzerwechsel. Der Spielwarenhändler geht in deutsche Hände über.

«Franzki ist und bleibt eine Herzensangelegenheit für mich! Nach der erfolgreichen Sanierung von Franz Carl Weber übernimmt die Müller Handels AG Schweiz (Drogeriehandelskette) 100 Prozent des Aktienkapitals», schreibt Marcel Dobler auf Twitter. Ihm gehört die Hälfte des Spielwarenhändlers. Er selbst bleibe als VR erhalten und werde mithelfen, die Firma weiterzuentwickeln.

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Die Müller Handels AG Schweiz übernimmt den Spielwarenhändler. Was mit den 23 Schweizer Filialen und 200 Angestellten hierzulande passiert, sei noch nicht bekannt. Kurzfristig kommt es zu keinen Änderungen, heisst es weiter.

Konkurrenz kann günstiger einkaufen

Wahrscheinlich fehlte es Franz Carl Weber am Grössenvorteil. Heisst: Die Konkurrenz an Grossverteilern und Warenhäuser hat bei Marken wie Playmobil einfach mehr Preissetzungsmacht – und kann dadurch günstiger einkaufen als das Schweizer Traditionsunternehmen.

Gemäss Dobler sei es der richtige Entscheid für Franz Carl Weber. «Die Konsolidierung auf dem Spielzeugmarkt wird sich weiter fortsetzen. Nach der erfolgreichen Sanierung kann der neue Eigentümer Franz Carl Weber bezüglich Grösse, Möglichkeiten und Einkaufsvolumina auf eine neue Basis stellen», sagt Dobler gegenüber der «Handelszeitung». Trotzdem schmerzt es ihn, dass der Spielwarenhändler den Besitzer wechselt.

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