Darum gehts
- Einbrüche in Ferienorten Europas 2026 steigen an, besonders Dänemark betroffen
- Schweizer Touristen oft Opfer, da sie teure Destinationen bevorzugen
- Dänemark meldet über 23'000 Einbrüche jährlich, Anstieg um 16 Prozent
Die beliebtesten Tourismusorte in Europa steuern in diesem Jahr erneut auf Gästerekorde zu. Das Reisefieber und Touristenmassen lassen jedoch nicht nur bei den Unternehmen die Kassen klingeln. Sie sorgen vielerorts auch bei Dieben für Hochsaison. Schweizer Gäste gehören im Ausland überdurchschnittlich oft zu den Opfern. Das liegt daran, dass sie in teuren Destinationen, wo generell mehr zu holen ist, stärker vertreten sind.
Während Orte wie Paris oder Barcelona härter gegen Taschendiebe vorgehen und die Delikte in diesem Bereich rückläufig sind, gehen vielerorts die Einbruchszahlen hoch. Ein Blick auf die nationalen Statistiken zeigt, wo besonders häufig eingebrochen wird.
Dänemark
Ein Ferienhäuschen in Dänemark zu mieten, verspricht Gemütlichkeit. Luxushäuser verfügen über Saunas oder beheizte Innenpools. In Küstenregionen wie Blavand, Röm oder Bornholm liegt der Sandstrand oft nicht weit vor der Haustür. Doch die Ferien im Idyll mit Holzofen können schnell Risse kriegen: Die registrierten Einbruchszahlen liegen mit über 23'000 pro Jahr im Vergleich zur Grösse an der Spitze, wie Zahlen des dänischen Statistikamts zeigen. Nach Jahren mit Rückgängen sind die Zahlen im ersten Halbjahr um bis zu 16 Prozent gestiegen. Neben zahlungskräftigen Gästen sind für die Diebe die häufig alleinstehenden Sommerhäuser besonders verlockend.
Grossbritannien
In Cornwall, Lake District und London treiben sich zahlreiche kriminelle Banden herum, die es auf Einbrüche in Ferienhäusern und -wohnungen abgesehen haben. Gerade bei Airbnb-Apartments und Häusern sind die Sicherheitsvorkehrungen oft mangelhaft. Im Gegensatz zu Hotels müssen die Gauner zudem nicht an einer Rezeption vorbei. Gemäss Atmos wird in Grossbritannien alle zwei Minuten in ein Haus eingebrochen. In absoluten Zahlen sind die Einbruchszahlen gar deutlich höher als in Dänemark.
Frankreich
Je nobler die Unterkunft, desto mehr ist zu holen: Die Ferienvillen und Luxusapartments in Nizza, Cannes oder Saint-Tropez ziehen professionell organisierte Banden an, die während der Urlaubssaison reihenweise Häuser ausräumen. In Gegenden mit vielen Luxusläden haben es Diebe besonders auf teuren Schmuck, Uhren und Markenhandtaschen abgesehen. Im Juli 2026 sind die Einbruchszahlen im Vorjahresvergleich landesweit um 7,7 Prozent angestiegen, wie Behördenzahlen zeigen.
Spanien
Während in Barcelona vor allem Strassendiebstähle ein Problem sind, steigen auf den beliebten Ferieninseln Mallorca und Ibiza die Einbruchszahlen seit Jahren stark an. Auch hier sind die Ziele meist Ferienwohnungen oder freistehende Villen. Die kriminellen Banden stecken dabei zum Teil sogar mit Taxifahrern unter einer Decke. So meldet ein Fahrer den Einbrechern beispielsweise, wann eine Gruppe gerade ihre Villa verlassen hat. Auch Drohnen kommen beim Auskundschaften von Ferienhäusern zum Einsatz. Gemäss spanischen Behörden schleichen sich die Diebe aber immer öfter nachts ein, wenn die Gäste schlafen.