Das Geschäft mit der Angst
Er will uns in künftigen Krisen mit WC-Papier versorgen

Online-Händler Beat Mörker hatte während der ersten Corona-Welle die zündende Idee: Er will sein Geld künftig mit WC-Papier verdienen. Und die Landesversorgung sicherstellen.
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Beat Mörkler, der neu mit WC-Papier Geld machen will.
Foto: STEFAN BOHRER

Online-Händler Beat Mörker ist kein Unbekannter. Früher hat der Unternehmer sein Geld mit Druckerpatronen gemacht. Und war deswegen auch in der SRF-Sendung Kassensturz. Legendär sein Auftritt im Konsumentenmagazin: Moderator Ueli Schmezer und Mörker, damals Chef der Firmen Schulmaterial- und Lehrmittelverband, haben sich wacker gezofft. Mit dem Verbands-Label habe er sich einen offiziellen Anstrich gegeben. Und auch schon einmal aufgefüllte Patronen statt neuer verkauft, lauteten damals die Vorwürfe.

Tempi passati. Heute macht Mörker sein Geld mit WC-Papier, wie das «St.Galler Tagblatt» berichtet. Die Hamsterkäufe während der ersten Welle haben ihn auf die neue Geschäftsidee gebracht. Mörker verspricht nun, ein WC-Papier-Lager als Teil der Landesversorgung zu errichten.

Pro verkaufter Verpackung ein Baum in Finnland

Zweck der neu gegründeten Firma: Alle Bewohner des Landes mit «qualitativ gutem WC-Papier zu den bestmöglichen Preisen» beliefern. «Schweizweit und auch in Krisenzeiten.»

Damit nicht genug: Mörker will nicht nur Business machen, sondern auch noch etwas für die Umwelt tun. Pro verkaufter Packung WC-Papier will er in Finnland einen Baum pflanzen. Er habe bereits ein grosses Lager angelegt. Grosskunden würde er bereits beliefern. Ab dem 26. August, dem internationalen Tag des WC-Papiers, will er auch Private beliefern. Und aus diesem Anlass 500 Pakete WC-Papier an Bedürftige verschenken. (pbe)

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