Schweizer Arbeitskräfte haben wegen der Inflation immer weniger Geld im Portemonnaie. Die Lohnerhöhungen fielen krisenbedingt im Durchschnitt tiefer aus als die Teuerung. Und schon wieder überschlagen sich die wirtschaftlichen Negativschlagzeilen.
Ökonom Aymo Brunetti (61) gibt im Interview mit Blick Grund zur Hoffnung. Er warnt aber auch vor dem Elefanten im Raum, den riesigen Staatsschulden vieler Industrieländer.
Blick: Sind sie ein Optimist?
Aymo Brunetti: Ja. Gerade mit Blick auf die Schweizer Wirtschaft bin ich grundsätzlich optimistisch. Wir hatten in den letzten Jahren zahlreiche Krisen zu bewältigen. Sei es die Finanzkrise, Eurokrise, Frankenaufwertung, die Pandemie oder die Inflation. Und die Schweiz ist durch all diese sehr unterschiedlichen Krisen relativ gut durchgekommen.