Betreten strikt verboten
Die 5 unzugänglichsten Inseln der Welt

Für die meisten wäre eine Insel voll mit Schlangen ohnehin das Gegenteil von einer Traumreise. Die brasilianische «Schlangeninsel» ist nur einer der abgeschotteten Orte dieser Welt, auf den kaum jemand Zugriff hat. Dafür gibt es auch gute Gründe.
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Von weiter weg sieht North Sentinel Island im Golf von Bengalen gar nicht so bedrohlich aus.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Einige Inseln auf der Erde sind für Besucher unzugänglich und geschützt
  • Bouvetinsel: Abgelegenste Insel, keine Infrastruktur, streng geschütztes Naturschutzgebiet
  • 60'000 Jahre isolierter Stamm auf North Sentinel Island, Zugang streng verboten
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Blick Wirtschaftsdesk

Es gibt auf der Erde Orte, die so abgelegen, gefährlich oder geschützt sind, dass sie für Besucher praktisch unzugänglich sind. Einige stehen unter strenger staatlicher Kontrolle, andere sind Naturschutzgebiete. Wieder andere sind schlichtweg so unzugänglich, dass sie fast nie von Menschen betreten werden.

Von extremen Naturbedingungen über gefährliche Ökosysteme bis hin zu isolierten Gemeinschaften – jeder Ort hat eine Geschichte, die erklärt, warum er für Touristen tabu bleibt.

Bouvetinsel im Atlantischen Ozean

Beim Wort «Insel» kommen einem Gletscher und schneebedeckte Gipfel wohl nicht als Erstes in den Sinn. Doch genau so sind die Bedingungen auf der Bouvetinsel, die etwa 1600 Kilometer vom nächsten Festland entfernt liegt. Die von einem Vulkan geformte Insel gilt als abgelegenstes Stück Land auf unserem Planeten. Sie verfügt über keinerlei Infrastruktur: keinen Strom, keinen Flughafen, keinen Hafen – nur eisige Gewässer, die es nahezu unmöglich machen, mit einem Boot anzulegen.

Die Insel, die unter norwegischer Verwaltung steht, wird von Robben, Pinguinen und Seevögeln bewohnt. Das skandinavische Land beschränkt den Zugang auf die Insel im Südatlantik streng, um das empfindliche Ökosystem und die Tierwelt zu schützen.

North Sentinel Island im Golf von Bengalen

Die indischen Andamanen- und Nikobareninseln sind dir vielleicht nicht geläufig. Du kennst aber ziemlich sicher die Geschichte eines amerikanischen Missionars, der sich mit dem Kajak einem isolierten Stamm zu nähern versuchte. Der Vorfall geschah auf North Sentinel Island – einer Insel, die nur 30 bis 50 Kilometer von beliebten Touristenorten wie Port Blair entfernt liegt.

Die eigentliche Isolation liegt hier nicht in der Entfernung. Die Inselbewohner sind seit etwa 60'000 Jahren vom Rest der Menschheit getrennt: So lange, dass sich ihre Kultur und sogar ihre Genetik deutlich von denen der restlichen Menschen unterscheiden. Es besteht ein strenges Kontaktverbot, das konsequent durchgesetzt wird.

Dafür gibt es gute Gründe: Erstens verteidigen die Wächter ihre Insel mit Pfeil und Bogen und sind Fremden gegenüber feindselig gesinnt. Zweitens besitzen die Inselbewohner keine Immunität gegen gängige Viren. Selbst ein einfacher Kontakt oder der Austausch von Gegenständen könnte den gesamten Stamm in Gefahr bringen. Deswegen hat die indische Regierung den Zugang vollständig verboten.

Niihau – Hawaiis «verbotene Insel»

Auf Hawaii gibt es eine Insel vor der Küste, auf der man keine Touristen antreffen wird. Niihau ist als «verbotene Insel» bekannt. Sie liegt so nah an der Insel Kauai, dass man ihre Silhouette von Touristenbooten aus sehen kann. Erreichen kann man Niihau aber nie. Zutritt auf die Insel haben nur ihre Bewohner, geladene Gäste und die Eigentümer der Insel – die Familie Robinson.

Die Robinsons kauften Niihau in den 1860er-Jahren. Damals versprachen sie, dass die Insel isoliert bleiben würde. Das sollte die traditionelle hawaiianische Lebensweise vor äusseren Einflüssen bewahren. Es ist kein kulturelles Tabu, sondern ein Versprechen: keine Hotels, keine Aussenwelt und keine Touristentouren.

Ilha da Queimada Grande - Brasiliens «Schlangeninsel»

«Abgelegen» heisst nicht immer «gefährlich», aber bei der brasilianischen Insel Ilha da Queimada Grande oder «Schlangeninsel» ist das der Fall. Sie liegt etwa 145 Kilometer vor der Küste von São Paulo. Und beherbergt eine der grössten Konzentrationen giftiger Schlangen weltweit, darunter die berüchtigte Insel-Lanzenotter.

Auf der Insel herrschen die Schlangen, nicht die Menschen. Die brasilianischen Behörden halten die Insel streng unter Verschluss und erlauben nur einer kleinen Anzahl von Forschern den Zutritt. Auch die Forscher dürfen nur mit einer Sondergenehmigung und unter der obligatorischen Anwesenheit eines Arztes die Insel betreten.

North Brother Island in New York

New York ist mehr als nur Manhattan. Mitten im East River liegt ein dunkles, verlassenes Stück Land, das von den 1880er-Jahren bis Mitte des 20. Jahrhunderts als Krankenhaus für Patienten mit Infektionskrankheiten diente – North Brother Island. Heute findet man dort keine einzige lebende Seele mehr, nur noch verfallene Gebäude, die langsam in der Vegetation verschwinden.

Offiziell gehört die Insel zum Stadtteil Bronx, ist aber nicht Teil von Stadtführungen für Touristen. Die Stadt sperrte die Insel schon vor Jahrzehnten für Besucher, und das aus guten Gründen: Die Insel ist ein Vogelschutzgebiet, und die Ruinen am Ufer sind für Touristen zu gefährlich.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Blic.rs. Die serbische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag. 

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