Atomkraft
Schwimmendes Atomkraftwerk nimmt trotz Kritik Betrieb auf

Das erste schwimmende Atomkraftwerk in Russlands Fernem Osten hat nach letzten Überprüfungen vollständig seinen Betrieb aufgenommen.
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Das schwimmende AKW "Akademik Lomonossow" - hier beim Auslaufen aus St. Petersburg - hat nun im Nordpolarmeer den Betrieb aufgenommen. (Archivbild)
Foto: NIKOLAI GONTAR/GREENPEACE

«Heute können wir das Projekt zum Bau eines schwimmenden Kernkraftwerks als erfolgreich abgeschlossen betrachten», teilte der staatliche russische Atomkonzern Rosatom am Freitag mit.

Die «Akademik Lomonossow», die nahe der Stadt Pewek am Nordpolarmeer vor Anker liegt, sei nun offiziell das «nördlichste Kernkraftwerk der Welt». Die Betreiber hatten bereits Ende 2019 mit der Stromerzeugung begonnen.

Das AKW ist bei Umweltschützern heftig umstritten, die die Anlage wegen möglicher Sicherheitsrisiken als «schwimmendes Tschernobyl» kritisieren. Es sei nicht möglich, das Kraftwerk im Polarmeer vollständig vor äusseren Bedrohungen zu schützen.

Russland setzt verstärkt auf Atomenergie und will die schwimmenden AKW, die wie normale Schiffe aussehen, auch an andere Länder verkaufen. Das Land will in Zukunft eine ganze Flotte an schwimmenden Atomkraftwerken bauen. Die «Akademik Lomonossow» kann nach Angaben von Rosatom die abgelegene Region in den kommenden 40 Jahren mit Strom versorgen.

(SDA)

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