Er erlag seiner Parkinson-Erkrankung
Langjähriger Fed-Chef Alan Greenspan verstorben

Der US-Amerikaner Alan Greenspan ist am Montag im Alter von 100 Jahren verstorben, wie seine Ehefrau Andrea Mitchell gegenüber NBC News bestätigt. Der Republikaner war fast 20 Jahre lang an der Spitze der US-Notenbank Federal Reserve (Fed).
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Ökonom Alan Greenspan ist verstorben.
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Die amerikanische Wirtschaftsgrösse Alan Greenspan ist am heutigen Montag gestorben. Er wurde 100 Jahre alt. Greenspan starb an den Folgen seiner Parkinson-Erkrankung, wie seine Ehefrau Andrea Mitchell (79) in einer Erklärung des Nachrichtensenders NBC News mitteilt. Mitchell ist selbst bis heute News-Korrespondentin bei NBC. In der Mitteilung sagt die Journalistin weiter: «Er war ein herausragender Mann, der die US-Wirtschaft über Jahrzehnte unter Präsidenten beider Parteien mitgestaltet hat und dabei stets ehrlich seine Fehler eingestand. Er wird für seine Brillanz und seine Güte in Erinnerung bleiben. Seine Lebenspartnerin zu sein, war die grösste Freude meines Lebens.» 

Fast 20 Jahre lang, von 1987 bis 2006, war der gelernte Ökonom aus New York Vorsitzender der US-Notenbank. Damit entschied er zusammen mit seinem Bankrat unter vier US-Präsidenten über die Geldpolitik der Vereinigten Staaten. Ernannt wurde Greenspan von Präsident Ronald Reagan, später bestätigten ihn dessen Nachfolger George H. W. Bush, Bill Clinton und George W. Bush in seinem Amt.

Turbulente Zeiten an der Spitze der Notenbank

Während seiner Zeit als Fed-Chef erlebte Greenspan den grossen Börsencrash von 1987, das Platzen der Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende, die Terroranschläge am 11. September 2001 sowie den Beginn des Immobilienbooms, der später in der Finanzkrise von 2008 mündete. 

Nach dieser wurde Kritik am damaligen obersten Zentralbanker der USA laut: Viele Ökonomen warfen ihm vor, die Zinsen zu lange zu tief gehalten, die Finanzmärkte zu wenig reguliert und die Risiken am Immobilienmarkt zu spät erkannt zu haben. Vor einem Ausschuss des US-Kongresses räumte Greenspan 2008 ein, dass sein Vertrauen in die Selbstregulierung der Finanzmärkte teilweise falsch gewesen sei. Das Eingeständnis sorgte damals weltweit für Schlagzeilen.

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