Die erste Hälfte des Jahres 2026 hat der Logistikkonzern Kühne+Nagel mit Sitz in Schindellegi SZ erfolgreich hinter sich gebracht. Einerseits konnte der Konzern den Gewinn steigern – um 10 Prozent auf 276 Millionen Franken. Währungseffekte drückten aber leicht auf das Ergebnis: Ohne diese wäre der Reingewinn um 15 Prozent gestiegen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt.
Positiv entwickelte sich vor allem das Luftfrachtgeschäft: Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 13 Prozent. Im zweiten Quartal, also in den Monaten April bis Juni, setzte der Logistiker gar 25 Prozent mehr um. Auch im Landverkehr verzeichnete er im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 13 Prozent. Negativ entwickelte sich hingegen der Geschäftsbereich der Seefracht: Der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2026 ging im Vergleich zur Vorjahresperiode währungsbereinigt um 9 Prozent zurück.
Trotzdem gehen Analysten davon aus, dass der Krieg im Nahen Osten einen positiven Effekt auf die Geschäftstätigkeit des Logistik-Riesen haben wird: Wenn die Logistik kompliziert wird, weil etwa Transportrouten wegfallen, hilft das Kühne+Nagel. Die Kundschaft ist bereit, viel Geld in die Hand zu nehmen, um ihre Warenströme neu organisieren zu lassen. Deshalb wird das Unternehmen für das gesamte Geschäftsjahr 2026 optimistischer: «Vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung und der weiter verbesserten Position in den Märkten heben wir unsere Aussichten auf die Gewinnentwicklung im Gesamtjahr 2026 an», heisst es in der Mitteilung. Der Konzern strebt nun einen EBIT von 1,35 bis 1,55 Milliarden an, bisher hatte er eine Bandbreite von 1,25 bis 1,40 Milliarden Franken vorausgesagt.