Talent erhält den Vorzug
Ammann kassiert nächste Selektions-Ohrfeige

Für Simon Ammann beginnt die Skisprung-Saison im zweitklassigen Continental Cup. Der Toggenburger konnte sich im teaminternen Vergleich nicht durchsetzen.
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Selektion verpasst: Simon Ammann wird beim Weltcup-Auftakt fehlen.
Foto: NordicFocus/freshfocus
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Nicola AbtReporter Sport

Simon Ammann (45) muss eine weitere Enttäuschung verkraften. Der vierfache Skisprung-Olympiasieger verpasst die Selektion für den Weltcup-Start. Nach dem dreitägigen Trainingslager in Oberstdorf (De) erhält Remo Imhof (22) den Vorzug, wie der Verband mitteilt.

Der Muotathaler pendelte in den vergangenen Jahren zwischen Weltcup und Continental Cup, war aber mehrheitlich in der zweitklassigen Wettkampfserie unterwegs. Nun schafft er den Sprung ins Weltcup-Team.

Das Nachsehen hat damit auch Felix Trunz (20). Das Nachwuchstalent hatte Ammann Anfang Jahr im Kampf um das Olympia-Ticket ausgestochen. Nun ist es mit Imhof ein anderer junger Springer, der dem Altmeister vor der Sonne steht. Für Ammann verzögert sich damit der Start in seine 30. Weltcup-Saison.

Quartett war bereits gesetzt

Nationaltrainer Bine Norcic hatte vor dem Trainingslager klargestellt: «Wer in dieser Woche am besten springt, wird selektioniert. Was früher war, interessiert mich nicht.» Ammann konnte offensichtlich nicht restlos überzeugen.

Dabei hatte der Toggenburger zuletzt in Klingenthal (De) positive Ansätze gezeigt. Zuvor war er mit seiner Familie in den Ferien gewesen und brauchte etwas Zeit, um wieder in den Trainingsrhythmus zu finden. Norcic zeigte sich vor der Entscheidung noch zuversichtlich: «Um ihn mache ich mir keine Sorge.» Trotzdem reichte es nicht für den fünften Platz im Schweizer Team.

Imhof ergänzt nun das bereits gesetzte Quartett mit Gregor Deschwanden (35), Kilian Peier (31), Sandro Hauswirth (26) und Juri Kesseli (21). Am 20. November beginnt in Lillehammer (No) die neue Weltcup-Saison.

WM findet in Schweden statt

Ammann darf aber weiterhin auf eine Teilnahme an der Vierschanzentournee hoffen. Die Selektion gilt nur für die ersten vier Weltcups. Nach den Springen in Engelberg Mitte Dezember vergibt das Trainerteam die Plätze neu.

Bis dahin kann sich der Routinier im zweitklassigen Continental Cup für weitere Einsätze empfehlen. Der Saisonhöhepunkt folgt Ende Februar mit der Nordischen Ski-WM in Falun (Sd).

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