Johannes Klaebo und Jessie Diggins stellen die Weichen auf den Gesamtsieg an der Tour de Ski. In der Verfolgung von Toblach konservieren der Norweger und die Amerikanerin ihren Vorsprung.
In der Regel führt ein Handicap-Start zum Zusammenschluss des Feldes, da die einzelnen Gruppen wie im Radsport vom Windschatten profitieren und bei guter Zusammenarbeit zur Spitze aufschliessen. Doch Klaebo und Jessie Diggins brachen mit diesem Gesetz. Im Rennen über 20 km klassisch wurden sie nicht eingeholt. Im Gegenteil.
Mit knapp einer Minute Vorsprung gestartet, zog Klaebo zunächst bis auf 1:18 Minuten davon, um dann noch 30 Sekunden zu verlieren. Im Gesamtklassement liegt der Ausnahmekönner nun 51 Sekunden vor Landsmann Mattis Stenshagen. Die vier Drittklassierten, angeführt vom Amerikaner Gus Schumacher, liegen eine Minute im Hintertreffen.
Jessie Diggins profitierte wohl davon, dass die zweitklassierte Klassisch-Spezialistin Astrid Slind wegen Erkältungssymptomen nicht mehr antrat. Die Amerikanerin baute ihren Vorsprung von einer Minute sukzessive aus. Im Ziel lag sie 1:35 Minuten vor der Schwedin Moa Ilar und der Österreicherin Teresa Stadlober.
Nadine Fähndrich belegt mit 3:16 Minuten Platz 14 im Gesamtklassement. Sie hat am Samstag im Sprint von Val di Fiemme wieder die Chance, sich in die Top Ten vorzuarbeiten. Nadja Kälin folgt auf Platz 18 (3:34), Anja Weber im 25. Rang (3:43). Auch Marina Kälin (31.), Giuliana Werro (53.) und Lea Fischer (55.) figurieren noch im Gesamtklassement.
Das Schweizer Männer-Team hingegen ist arg geschrumpft: Janik Riebli hatte wie im Vorfeld angekündigt auf einen Start verzichtet, Valerio Grond trat nicht mehr an, nachdem er sich in den letzten Tagen nicht topfit gefühlt hatte. Einen feinen Auftritt bot der junge Nicola Wigger, der mit 3:41 Rückstand auf Platz 38 im Gesamtklassement vorstiess. Roman Alder und die Näff-Brüder Noe und Isai liegen zwischen fünf bis sechs Minuten im Hintertreffen.