Traurige Nachrichten aus dem Wintersport. Die französische Freeriderin Juliette Willmann ist bei einem Lawinenunglück in Patagonien (Arg) ums Leben gekommen. Sie wurde nur 29 Jahre alt.
Wenige Tage vor dem Unglück schwärmt sie noch auf Instagram: «Wir fühlen uns so glücklich, hier in den Bergen Patagoniens zu sein und diesen atemberaubenden Ort zu erkunden.» Nun hat Willmann diese Reise mit dem Leben bezahlt.
Wie unter anderem das Portal powder.com berichtet, hat sich das Unglück am 29. September ereignet. Willmann war mit ihrem Ehemann Pierre-Idris Mehdi (30) auf einer Skitour im Gebiet des über 2000 Meter hohen Cerro Creston in der Provinz Santa Cruz, als die beiden von einer Lawine erfasst wurden. Einem Bericht des ortsansässigen Sicherheitsministeriums ist zu entnehmen, dass um 12.30 Uhr die erste Meldung über ein Lawinenunglück mit zwei verschütteten Personen eingegangen ist.
Jede Hilfe kam zu spät
Noch bevor die Bergrettung am Unglücksort eintraf, waren andere Skifahrer dort. Sie fanden Willmann, die rund anderthalb Meter unter dem Schnee begraben war. Doch für sie kam jede Hilfe zu spät. Wiederbelebungsmassnahmen blieben erfolglos, als die Rettungskräfte eintrafen, konnten sie nur noch ihren Tod feststellen. Ihr Mann wurde lebend geborgen und medizinisch versorgt. Die genauen Umstände des Unglücks werden untersucht.
Willmann strebte einst eine Karriere als alpine Skirennfahrerin an, wechselte aber bereits mit 19 Jahren zum Freeriden. Von 2019 bis 2022 nahm sie an der Freeride World Tour teil.