«Riesiger Meilenstein»
Team Schwaller schreibt Schweizer Curling-Geschichte

Erstmals in der Curling-Geschichte steht ein Schweizer Männerteam an der Spitze der Weltrangliste. Nach zwei Turniersiegen zum Saisonstart übernimmt das Team von Skip Yannick Schwaller die Führung von Bruce Mouat und seinem schottischen Team.
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Team Schwaller hat Schweizer Curling-Geschichte geschrieben und erstmals die Weltranglisten-Spitze erobert.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Yannick Schwaller führt Schweizer Curling-Team erstmals an Weltspitze
  • Zwei Turniersiege in neuer Saison, Ziel: grosser Titel für die Schweiz.
  • Nächste Aufgabe: Grand-Slam-Serie von Oktober bis Dezember 2026.
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Lynn PiubelRedaktorin Sport

Der historische Sprung an die Spitze ist die Belohnung für eine starke Entwicklung über viele Jahre. Skip Yannick Schwaller (31) übernimmt mit seinem Team die Führung vom schottischen Quartett um Bruce Mouat, das die Weltrangliste fast zwei Jahre lang angeführt hatte. Zum Team gehören neben Schwaller Benoît Schwarz-van Berkel (35), Sven Michel (35) und Pablo Lachat-Couchepin (25). «Als wir noch Junioren waren, haben die Kanadier dominiert. Dass wir es jetzt an die Spitze geschafft haben, ist das Resultat von guten Turnieren. Es ist ein Riesenmeilenstein für uns», sagt Schwaller gegenüber Blick.

Wer nun stutzt: Ja, im September läuft die Curling-Saison schon längst. Die ersten internationalen Wettkämpfe finden jeweils sogar schon im August statt. 

Nun soll der erste grosse Titel folgen

Team Schwaller ist mit zwei Turniersiegen stark in die neue Saison gestartet. Die Weltnummer 1 soll dabei aber nicht das Ende der Reise sein. «Unser Grundsatz und Ziel ist es, an jedem Turnier erfolgreich zu sein. Gewinnen wollen wir immer», sagt Schwaller.

Auf dem Plan steht weiterhin ein grosser Titel: «Wir würden in den nächsten vier Jahren gerne einen Titel für die Schweiz gewinnen.» Gemeint ist eine Goldmedaille für das Team. Das Highlight bisher: An den Olympischen Spielen im Februar in Cortina gewann das Quartett Bronze.

Doch den ersehnten Titel gab es bisher für die Schwaller-Equipe weder an einer EM, WM noch an den Olympischen Spielen. Immer wieder ein Stolperstein: Die Schotten um Bruce Mouat, die der Solothurner Skip nun in der Weltrangliste aber abgelöst hat.

Mit Spass und Lockerheit an die nächste Herausforderung

Die nächsten grossen Aufgaben warten bereits. Von Oktober bis Dezember steht die Grand-Slam-Serie in Kanada an. Dort trifft Schwaller mit seinen Teamkollegen auf die besten Teams der Welt. Die Schweizer wollen ihre Position an der Spitze bestätigen, dabei aber nichts Grundlegendes verändern. «Wir versuchen, unsere Parameter beizubehalten: Spass und Freude haben und eine Lockerheit beibehalten. Trotzdem wollen wir professionell arbeiten und einen guten Mix finden», erklärt Schwaller.

Tatsächlich passt der Meilenstein in die Entwicklung der Equipe. Denn seit einer Aussprache nach der verpatzten Heim-WM 2024 in Schaffhausen spielen Schwaller und Co. stärker denn je. Es folgten WM- und EM-Silber, dazu der Round-Robin-Sieg bei Olympia 2026. Und nun eben Rang 1 im Welt-Ranking.

Zusätzlichen Druck durch den neuen Status verspürt das Team nicht. «Wir sind genügend erfahren und schon zu lange dabei, um damit umzugehen», sagt der Skip. Der Plan ist klar: weiter Topresultate liefern, um Titel spielen und die Freude am Curling behalten. «Wenn wir unser bestes Curling abrufen, mutig auftreten und gleichzeitig die Freude am Spiel behalten, sind wir überzeugt, dass die Resultate folgen.»

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