Ganz nah dran am WM-Coup
Schweizer Curler lassen sich Viertelfinal-Sieg stehlen

Knapp zwei Wochen nach dem Gold-Märchen der Schweizer Curlerinnen um Skip Xenia Schwaller verpasst die Männer-Equipe um Skip Marco Hösli die WM-Medaillen. Der Viertelfinal gegen die USA endet mit einer 8:9-Niederlage nach Zusatzend.
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Amis stehlen den Schweizern gleich zwei Steine
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Worst-Case-Szenario im 8. End:Amis stehlen den Schweizern gleich zwei Steine
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Yannick PengRedaktor Sport-Desk

Die WM-Debütanten des CC Glarus reisen ohne Edelmetall aus Ogden (USA) nach Hause. 8:9 nach Zusatzend geht der Viertelfinal gegen die USA verloren. Was besonders ärgerlich ist: Der Halbfinal war zum Greifen nah.

Justin Hausherr, Simon Gloor, Skip Marco Hösli und Philipp Hösli führen vor dem achten End mit 6:5 und haben da sogar das Recht des letzten Steins. Allerdings tritt dann das Worst-Case-Szenario ein: Ihre nordamerikanischen Gegner, die sie vor weniger als 24 Stunden in der letzten Runde der Round Robin noch mit 9:5 in die Schranken gewiesen haben, stehlen zwei Steine.

Von diesem Rückschlag lassen sich die Schweizer allerdings nicht unterkriegen. Sie retten sich ins Zusatzend, weil sie dafür sorgen, dass die USA mit Skip John Shuster (Olympiasieger von 2018) trotz des Recht des letzten Steins im zehnten End nur einen einzigen Stein zum 8:8 schreiben.

Danach liegen alle Vorteile wiederum auf helvetischer Seite. Doch diese Top-Ausgangslage können die WM-Debütanten nicht ausnutzen. Philipp Hösli, zuständig für die letzten zwei Steine, gelingt es am Ende nicht, seinen entscheidenden Stein besser zu platzieren als denjenigen der Nordamerikaner. Ein weiterer gestohlener Stein besiegelt somit das Schweizer WM-Aus.

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