Nach Seitensprung-Beichte bei Olympia
Biathlon-Star verliert Gewicht und geht zum Psychologen

Während eines Interviews gesteht Sturla Holm Lägreid, dass er seine Freundin betrogen hat. Trotzdem holt er bei Olympia fünf Medaillen. Nun spricht der Biathlet darüber, was das Ganze mit ihm gemacht hat.
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Sturla Holm Lägreid blickt auf erfolgreiche Olympische Spiele zurück.
Foto: imago/Bildbyran

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Nach Olympia-Bronze gesteht Sturla Holm Lägreid im TV einen Seitensprung
  • Als Folge davon verliert er Gewicht und hat mit Schlafproblemen zu kämpfen
  • Gespräche mit einem Psychologen haben ihm bei der Verarbeitung geholfen
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Dreimal Silber und zweimal Bronze hat Sturla Holm Lägreid (29) an den Olympischen Spielen gewonnen. Vielen bleibt der norwegische Biathlet aber wohl nicht wegen seiner sportlichen Leistungen in Erinnerung, sondern wegen eines emotionalen Interviews.

Nach dem ersten Edelmetall gesteht er live im TV einen Seitensprung. Unter Tränen erzählt Lägreid, dass er drei Monate zuvor «den grössten Fehler meines Lebens» begangen hat und seiner grossen Liebe untreu wurde. Vor Olympia hat er dies gebeichtet – und seine Freundin hat mit ihm Schluss gemacht.

So rechtfertigt sich Lägreid an der Pressekonferenz
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Nach Seitensprung-Beichte:So rechtfertigt sich Lägreid an der Pressekonferenz

Mit dem Liebeskummer läuft er zu Bestleistungen. Der Herzschmerz hat aber dennoch negative Auswirkungen und bei seinem Körper Spuren hinterlassen. «Ich glaube, jeder, der etwas Ähnliches erlebt hat, kann das nachvollziehen», sagt er gegenüber dem norwegischen Radio und Fernsehen NRK. «Es kam zu einer körperlichen Reaktion, so ist es nun mal, das gehört dazu.» Lägreid hat keinen Appetit und leidet unter Schlafproblemen. «Deshalb bin ich dünner geworden, als ich sein sollte.»

Mit einem Psychologen gesprochen

Dass es in der Loipe dennoch gut gelaufen ist, hat ihn selber überrascht. Das zeige, dass nicht alles perfekt sein müsse, meint Lägreid. Vielmehr komme es darauf an, sein Bestes zu geben. «Dafür braucht man keine perfekte Vorbereitung, keine perfekte Ernährung und keinen perfekten Schlag. Entscheidend ist, was man im Moment selbst leistet.»

Nach Olympia ist es für Lägreid in die Heimat gegangen. «Es war schön, wieder zu Hause in Bärum zu sein und mich satt essen zu können», sagt er. Gleichzeitig verrät er, dass er zur Verarbeitung der ganzen Situation professionelle Hilfe in Anspruch genommen hat. «Ich habe ein wenig mit einem Psychologen gesprochen.» Das empfiehlt er allen, die gerade etwas durchmachen. Ob es ein Psychologe, Freunde oder Familie sei, spiele dabei keine Rolle. 

Für Lägreid geht es nun in den Saison-Endspurt. Mit Kontiolahti (Fi), Otepää (Est) und Oslo (No) sind noch drei Stationen ausstehend.


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