WTA verschärft Regeln
Tennis-Spielerinnen müssen jetzt beweisen, dass sie Frauen sind

Aktuell spielen keine transgeschlechtliche oder non-binäre Personen auf der WTA-Tour. Trotzdem verschärft der Tennis-Verband die Regeln. Dies könnte alle Spielerinnen betreffen.
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Die Frauen-Tennis-Tour WTA führt neue Geschlechtertests ein.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Seit 1. Juli gelten WTA-Geschlechtertests für alle Spielerinnen
  • Neue Regel sucht nach SRY-Gen, das auch Frauen haben können
  • Letzte Richtlinie von 2024 schützte transgeschlechtliche Athletinnen vor Diskriminierung
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Petar DjordjevicRedaktor Sport

Die Tennis-Tour der Frauen WTA schaut zukünftig ganz genau hin, wenn es um das Geschlecht der Athletinnen geht. Seit dem 1. Juli gilt eine neue Richtlinie zur Teilnahmeberechtigung von Frauen bei der Tennis-Tour. Diese schreibt vor, dass sich alle Athletinnen einem genetischen Geschlechtertest unterziehen müssen, um spielberechtigt zu bleiben. 

Dabei soll die Integrität des Frauensports gewahrt werden. Das berichtet der renommierte Tennis-Journalist Ben Rothenberg. Der Tennis-Experte betont in seinem Artikel, dass aktuell keine Transfrauen den Sport auf Profi-Niveau ausüben und dies seit über 50 Jahren der Fall sei. So schreibt Rothenberg der neuen WTA-Regelung einen politischen Hintergrund zu. 

Eine Richtlinie zur Teilnahmeberechtigung für Frauen ist bei der WTA nichts Neues. Die letzte Version war vom Jahr 2024 und ebnete den Weg für transgeschlechtliche oder non-binäre Athletinnen zur Profi-Tour. Dabei schrieb die Regel explizit vor, diese Personen vor Diskriminierung jeglicher Art zu schützen. 

Sorgt Test für Überraschungen?

Getestet wurde auch nach der alten Richtlinie. Bisher reichte eine schriftliche Bestätigung der weiblichen oder non-binären Identität sowie das Einhalten eines Testosteron-Limits. Damit ist jetzt Schluss.

Während die bisherige Richtlinie einen Weg für betroffene Personen auf die Tour ebnete, wirkt die neue Regel, die die alte ersetzt, gemäss Rothenberg wie eine Hürde. Seit dem 1. Juli müssen alle Athletinnen beweisen, dass sie Frauen sind, wenn sie an den WTA-Turnieren teilnehmen möchten. Statt nach Testosteron wird auf der Gen-Ebene nach dem SRY-Gen im Y-Chromosom gesucht. 

Das ist der sogenannte «Hauptschalter» der männlichen Geschlechtsentwicklung. Laut Rothenberg könnte dies zu einigen Überraschungen führen. Denn das SRY-Gen könne in seltenen Fällen auch bei Frauen vorkommen, was zum Ausschluss von der WTA führen würde. Aktuell spielen keine transgeschlechtlichen oder non-binären Personen auf der Frauen-Tour. Was der neue Test mit sich bringt, wird sich zeigen. 

Ein Detail unterstreicht der Tennis-Experte zum Schluss: Während sich die alte Richtlinie nach dem angewandten Recht im US-Bundesstaat New York richtete, hat die neue Regel ihren Ursprung in Florida, das in dieser Thematik eine konservativere Haltung pflegt.

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