Out im Halbfinal
So bitter! Bencic muss an den WTA Finals aufgeben

Im Halbfinal ist für Belinda Bencic (22, WTA 7) an den WTA Finals Schluss! Die Flawilerin muss gegen Elina Switolina (25, WTA 8) wegen Schmerzen aufgeben.
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Highlights der WTA Finals:Bencic muss im Halbfinal mit Schmerzen aufgeben

Beim Stand von 6:5 für Bencic im ersten Satz machen sich bei den Belinda-Fans Sorgenfalten breit. Die Flawilerin muss sich behandeln lassen. Es schmerzt im Rücken- und im Beckenbereich. Doch Bencic ist eine Kämpferin, gewinnt den ersten Satz trotz angezogener Handbremse. Der Punkt dazu ist ein Augenschmaus (siehe Video unten).

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WTA Finals:Bencic holt ersten Satz nach spektakulärem Ballwechsel

Nach und nach aber spürt Bencic die Schmerzen immer mehr. «Ich hatte Krämpfe», erklärt sie enttäuscht an der Pressekonferenz. «Ich spürte es am Anfang des 2. Satzes. Es fing am hinteren Oberschenkel an. Dann am Fuss. Dann wieder am Oberschenkel. Ich wollte einfach wirklich nicht aufgeben. Also habe ich es weiter probiert.»

Doch Bencic fehlt durch die Schmerzen jegliche Agilität. «Ich habe die Ballwechsel manchmal mit dem Service zu umgehen. Manchmal mit viel Risiko», beschreibt es Belinda. Sie kann Switolina nur noch mit hammerharten Schlägen oder piekfeinen Stoppbällen etwas entgegensetzen. Doch das genügt gegen die Titelverteidigerin nicht.

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Dramatisch! Belinda Bencic muss mit Schmerzen aufgeben.
Foto: Getty Images

Im zweiten Satz kassiert Bencic im ersten Game das Break. Switolina spielt jetzt clever, zwingt die Schweizerin zum Laufen. Mit 6:3 tütet die 25-Jährige den Durchgang ein. «Könnt ihr mich unterstützen», brüllt Bencic derweil in Richtung Box.

Alles fragt sich hier in Shenzhen: Wie lange hält Belinda noch durch? Die Antwort gibts im dritten Satz. Nachdem Bencic wieder ein frühes Break kassiert, kämpft sie mit den Tränen. Als es 1:4 aus Sicht der Schweizerin steht, hat Bencic genug. Sie muss aufgeben. Wie bitter!

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Schmerzen im Rücken- und Beckenbereich:Hier gibt Belinda Bencic auf

Die 22-Jährige sagt traurig: «Ich wollte es einfach durchziehen. Ich wollte das Match wirklich beenden. Aber es war nicht möglich. Ich bin wirklich enttäuscht.»

Verletzung kam aus dem Nichts

Vor dem Match habe sie sich super gefühlt. Die Verletzung aus dem ersten Spiel gegen Ashleigh Barty habe sie nicht gespürt. Umso überraschender sei es gewesen, als die Probleme endlich auftauchten. «Es war halt einfach eine lange Saison», sucht Bencic eine Erklärung.

Doch was die Aufgabe aus ihrer Sicht so besonders bitter macht, ist der starke erste Satz. «Es hat mir gefallen, wie ich gekämpft und gespielt habe», erkennt Bencic. «Es zeigt mir, dass ich vielleicht hätte gewinnen können. Ich habe mich grossartig gefühlt. Das macht es umso enttäuschender»

Doch das Erkennen der eigenen Stärke ist es auch, was Bencic ziemlich schnell wieder aufrichten wird. Sie weiss, dass sie stolz auch sich sein kann und sie mitten in der Weltspitze angekommen ist.

Sie ist ab Montag die Nummer 8 der Welt und hat dieses Jahr mit 11 Siegen gegen Top-Ten-Spielerinnen (bei 8 Niederlagen) eindrücklich bewiesen, dass sie gegen die Besten mehr als nur mithalten kann. «Ich glaube jetzt wirklich an mein Spiel. Ich kann so viel Selbstvertrauen aus dieser Saison in die nächste mitnehmen», bestätigt Bencic. «Ich bin dankbar für jeden Sieg in diesem Jahr. Und ich will nächste Saison noch stärker zurückkehren.»

Keine Ferien geplant

Vorerst heisst es nun aber erst Beine hochlagern. Die Saison ist für Bencic beendet. Sie geht mit Top-Noten in die Winterpause und hätte eine ausgedehnte Urlaubsreise verdient. Doch es zieht sie nach Hause. «Ich gehe einfach nach Hause und bleibe dort. Ich habe keinen Urlaub geplant. Ich will meine Freunde sehen, die Familie», verrät Bencic. «Vielleicht gehe ich ein bisschen in die Berge. Aber ich fliege nirgendwo hin.»

Und Switolina? Die trifft am Sonntag im Final auf die Weltnummer 1 Ashleigh Barty. Die Australierin setzt sich gegen Karolina Pliskova (Tsch, WTA 2) in 1:53 Stunden mit 4:6, 6:2, 6:3 durch. (sag/sme)

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