Dominic Thiem (Österreich) spielt sich wie letztes Jahr in den Roland-Garros-Final! Der Österreicher siegt nach einer nervenaufreibenden Partie gegen den Weltranglistenersten Novak Djokovic (Serbien) in 4:13 Stunden. Thiem setzt sich in einer mehrmals unterbrochenen Zitterpartie über zwei Tage mit 6:2, 3:6, 7:5, 5:7, 7:5 durch.
Der Sieger nimmt Djokovic damit die Chance auf einen zweiten Karriere-Grand-Slam nach 2016. Der Djoker hätte mit einem Paris-Triumph gleichzeitig alle vier Major-Titel gehalten.
Während des Halbfinals legt sich Djokovic mehrmals mit Stuhlref Campistol an. Er beschwert sich beispielsweise bei einem Seitenwechsel über das Klatschen des Publikums. «Hast du selber je Tennis gespielt? Aha, okay. Dann hast du dir einen Namen gemacht...», motzt er den Ref an. Dieser bleibt aber cool.
Thiem vergibt bei eigenem Aufschlag Matchbälle
Das Duell gegen Djokovic ist für Thiem ein Auf und Ab. Vor allem im fünften Satz. Die Nummer 4 der Welt nimmt Djokovic den Service mit einem Break zum Matchgewinn und 7:5 ab. Vorher vergibt Thiem schon bei 5:3 und eigenem Aufschlag zwei Matchbälle.
Im Final heisst nun Thiems Gegner wie 2018 Rafael Nadal. Der Spanier jagt in Paris seinen zwölften Titel. Letztes Jahr siegte Nadal locker in drei Sätzen. Mittlerweile ist Thiem reifer geworden und hat zum Beispiel das letzte Duell diesen April in Barcelona gewonnen. Im Direktvergleich führt Rafa mit 8:4 Siegen. (rib)