Die Schweiz geht im Billie Jean King Cup in Biel in Führung. Nach Belinda Bencics Sieg und Viktorija Golobics Niederlage am Freitag gewinnen die beiden im Doppel gegen Tereza Valentova und Marketa Vondrousova in drei Sätzen 6:7, 7:6 und 6:1. Für ein Weiterkommen braucht es nun noch einen Bencic-Sieg gegen Linda Noskova oder einen Erfolg von Golubic gegen Marie Bouzkova in den verbleibenden zwei Einzeln des Tages. Gewinnt Bencic, muss Golubic gar nicht mehr antreten.
Der erste Satz ist gespickt mit Breaks. Beide Teams geben ihren Aufschlag dreimal ab, beim Stand von 5:5 passiert es beispielsweise zunächst den Schweizerinnen und dann mit dem Satzgewinn vor Augen auch den Tschechinnen. Den Satz holen sich die Gäste im Tiebreak dann aber doch noch. Bis zum 4:4 ist die Kurzentscheidung ausgeglichen, dann gewinnt Tschechien mit drei Punkten in Serie den ersten Durchgang.
Auch im zweiten Satz ist das Geschehen extrem ausgeglichen – und die aufschlagenden Teams gewinnen nun den Grossteil der Games. Golubic und Bencic schaffen das Break zum 2:1, geben dann aber zum 4:4 den Service ab. Bei 4:5 und 5:6 behalten die Schweizerinnen die Nerven und gewinnen zwei Aufschlagspiele gegen den Machtverlust. Im neuerlichen Tiebreak trumpfen sie dann gross auf: Gleich mit 7:0 holen sie sich den Satzausgleich.
Schweiz spielt im Entscheidungssatz gross auf
Im Billie Jean King Cup wird – anders als bei vielen Doppel-Wettbewerben – ein kompletter Entscheidungssatz anstelle eines Match-Tiebreaks auf zehn Punkte gespielt. Im ersten Game muss das Schweizer Duo Breakchancen abwehren, dann legt es aber so richtig los. Es gelingt das Break zum 2:0 – ein Vorsprung, den sich die beiden bestklassierten Schweizerinnen nicht mehr nehmen lassen und sogar noch um ein Break ausbauen.
Die Siegerinnen des Duells qualifizieren sich für den Final der besten Sieben plus Gastgeber China. Das Turnier wird vom 22. bis zum 27. September in Shenzhen gespielt. Das Verliererteam muss im November in den Playoffs gegen den Abstieg aus der Weltgruppe kämpfen. Die Gegnerinnen werden dort sieben Siegernationen aus den Duellen der besten Regionalgruppe (Regional Group I) sein.