Erster Titel für Russin
Andrejewa beendet Paris-Märchen von Qualifikantin Chwalinska

Top-Talent Mirra Andrejewa gewinnt die diesjährigen French Open. Sie schlägt Qualifikantin Maja Chwalinska souverän nach zwei Sätzen und feiert ihren ersten Grand-Slam-Titel.
Kommentieren
file84q6ciuzdb71cq3kl16kn-1.jpg
Davide MalinconicoRedaktor Sport
1/10
Mirra Andrejewa gewinnt die French Open 2026.
Foto: AFP

Mirra Andrejewa (19, WTA 8) feiert den grössten Titel ihrer jungen Tennis-Karriere. Im Final der French Open dominiert die Russin am Samstagnachmittag die Überraschungsfrau des Turniers, Maja Chwalinska (24, WTA 114), und gewinnt nach 1 Stunde und 23 Minuten souverän in zwei Sätzen (6:3, 6:2) – vor den Augen von Hollywood-Star Brad Pitt. Für das Top-Talent ist es der erste Grand-Slam-Titel überhaupt.

Trotz der Niederlage kann Chwalinska auf fantastische Wochen bei Roland Garros zurückblicken: Am 18. Mai startete sie in der Qualifikation und gab bis zum Endspiel lediglich einen einzigen Satz ab – in der dritten Runde gegen Maria Sakkari (30, WTA 49). Knappe drei Wochen später verlässt sie Paris mit einem beachtlichen Preisgeld von 1,274 Millionen Franken.

Vier Breaks zum Auftakt

Das Match startet als wilder Schlagabtausch ohne langes Abtasten. Weil Aufschlagverluste auf beiden Seiten Hochkonjunktur haben, steht es nach vier Games 2:2.

Chwalinska geht im Anschluss zwar mit 3:2 in Führung. Doch das scheint wie ein Weckruf für Andrejewa zu sein: Der Youngster schaltet zwei Gänge höher, überrollt ihre Gegnerin regelrecht und tütet den ersten Durchgang nach 43 Minuten mit 6:3 ein.

Andrejewa lässt im zweiten Satz nichts anbrennen

Der zweite Satz knüpft nahtlos an das Ende des ersten an: Andrejewa dominiert das Geschehen und stellt die Weichen mit zwei Spielgewinnen früh auf Sieg. Zwar erarbeitet sich Chwalinska im darauffolgenden Game gleich drei Breakchancen für den Anschluss, doch Andrejewa wehrt alle nervenstark ab und stellt auf 3:0.

Nachdem Chwalinska diese grosse Chance ungenutzt lässt, macht Andrejewa kurzen Prozess: Ein weiteres Break und ein souveränes Aufschlagspiel schrauben das Ergebnis rasch auf 5:0. Chwalinska bewist beim Stand von 1:5 noch einmal Kampfgeist und verkürzt per Break auf 2:5, doch im anschliessenden Spiel holt sich Andrejewa das entscheidende Break und macht den Sack endgültig zu.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen