«Habe mich zweimal übergeben»
Drama um Italo-Star – Virus zwingt ihn zu Halbfinal-Forfait

Drama um Matteo Arnaldi: Der Italiener kann aufgrund eines Virus seinen French-Open-Halbfinal nicht bestreiten. So steht Flavio Cobolli kampflos im Final, wo er auf Alexander Zverev trifft.
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Matteo Arnaldi kann den Halbfinal der French Open nicht bestreiten.
Foto: Getty Images
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Für Matteo Arnaldi (25) wäre es am Freitagabend zum bisher grössten Highlight seiner Karriere gekommen. Der Italiener hätte sich mit seinem Landsmann Flavio Cobolli (24, ATP 14) um den Einzug in den French-Open-Final duelliert. Doch dazu kommt es nicht: Arnaldi wird von einem Virus ausgebremst und muss Forfait erklären.

«Letzte Nacht habe ich mich nicht so gut gefühlt», begann die Weltnummer 104 seine Erklärung vor den Medien. «Ich kam gestern hierher, um zu trainieren und fühlte mich gut. Dann ass ich zu Abend und mein Magen machte plötzlich Probleme.» Zunächst dachte er, dass es lediglich das Essen sei, das er nicht so gut verdauen konnte. «Aber um 1 Uhr bin ich aufgewacht und musste mich übergeben. Um 7 Uhr dann noch einmal – dieses Mal war es schlimmer.»

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Er habe dann einen Arzt gerufen, doch auch dessen Medikamente machten es nicht besser: «Ich konnte am Tag nichts trinken oder essen, ich musste direkt wieder aufs WC.» Es sei extrem hart, dass er bei seinem ersten Grand-Slam-Halbfinal Forfait geben muss. «Ich hoffte den ganzen Tag, dass ich doch noch auf den Platz treten kann. Aber es ist die richtige Entscheidung.»

Zverev muss nur kurz zittern

Deshalb wird Cobolli erstmals in seiner Karriere einen Grand-Slam-Final bestreiten. Und das gegen Alexander Zverev, der schon 2024 im Endspiel von Roland Garros gestanden ist. Der Deutsche muss in seinem Halbfinal gegen den Tschechen Jakub Mensik (ATP 27) nur kurz etwas zittern, am Ende gewinnt er aber souverän in vier Sätzen mit 7:5, 6:2, 3:6 und 6:3.

Dabei erlebt er ein Spiel mit Höhen und Tiefen: In einem umkämpften ersten Satz tut er sich bei gegnerischem Aufschlag lange schwer und holt den Service-Durchbruch zum 7:5 erst bei letzter Gelegenheit. Damit scheint er aber in der Partie angekommen zu sein: Im zweiten Durchgang spielt er den zunehmend angeschlagenen Mensik an die Wand, setzt sich dank zwei Breaks deutlich durch und kommt dem Finaleinzug damit sehr nahe.

Mensik, den Nackenprobleme zu plagen scheinen, nimmt daraufhin ein Medical Timeout – und ist anschliessend nicht mehr wiederzuerkennen: Mit einer praktisch fehlerfreien Leistung zieht er den dritten Satz auf seine Seite. Den hohen Rhythmus seines Gegners kann Zverev danach aber wieder brechen. Gleich zum Stand von 2:0 in Satz 4 nimmt er Mensik den Aufschlag ab – die Entscheidung in diesem Spiel. Nach rund drei Stunden verwandelt der 29-Jährige schliesslich seinen ersten Matchball. Und darf damit weiterhin auf seinen langersehnten ersten Grand-Slam-Titel hoffen.

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