Federer ringt beim Sand-Comeback um Kontrolle
«Das Rutschen macht fast zu viel Spass»

Roger Federer (37) ist bereit für die Rückkehr auf Sand. Sein grösstes Problem: Er rutscht zu gerne. Ansonsten ist er aber überzeugt, nicht zu verlieren zu haben.
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Roger Federer liebt es, durch den Sand zu rutschen.
Foto: Keystone
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Stefan MeierRedaktor Desk Sport

In Madrid ist es endlich so weit. Erstmals nach 1087 Tagen spielt Roger Federer wieder auf Sand. Heute Abend (ca. 20 Uhr, live bei BLICK) gegen Richard Gasquet.

Für Federer bedeutet die Rückkehr auf rote Asche vor allem eines: viel Spass. Er hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er das Spiel auf Sand liebt. Denn auf dieser Unterlage begann alles.

«Mein erstes Challenger Turnier war auf Sand, mein erstes Satellite-Turnier war auf Sand. Ich bezwang meinen ersten Spieler auf Sand. Sand kam ­zuerst», sagt er nun zur «New York Times».

Wenn Federer an Sand denkt, denkt er also an seine ­Jugend und seine Anfänge. Und genau so geht er an die ­Sache heran: mit viel jugendlicher Leichtigkeit. Was Federer besonders Spass macht, ist das Rutschen. «Manchmal ist es die Herausforderung, nicht zu viel zu rutschen. Ich denke, genau das macht Rafael Nadal und die ­anderen Top-Sandspieler so stark. Sie rutschen nur, wenn sie es auch wirklich ­müssen», so Roger. Bei ihm sähe es hingegen anders aus. «Vom Naturell her denke ich: Oh, Rutschen macht Spass! Irgendwann hast du dann zu viel Spass. Das zieht dich richtig rein.»

«Was habe ich zu verlieren?»

In seiner dreijährigen Absenz vom Sand hat Federer das ­Rutschen fast verlernt. Diesem Umstand trug er in seinen ­Trainings-Sessions in der Region Zürichsee oder in Felsberg GR speziell Rechnung. Zuerst rutschte er ohne Racket in die Ecken. Dann verfeinerte er das Sliden gegen seine Trainingspartner Dan Evans und Miomir Kecmanovic.

Vor Madrid spürt er nun keinerlei Druck. «Was habe ich zu verlieren? Eigentlich nichts», sagt er. Nach der langen Pause könne er das erste Mal nach Madrid und an die French Open in Paris reisen mit der Einstellung: «Schauen wir mal, was passiert.» Genau diese Lockerheit könne womöglich «ein wunderbares Resultat» erzeugen.

Sollte wider Erwarten alles ganz anders kommen, sei das auch kein Problem, stellt Federer aber klar. «Dann habe ich einfach mehr Zeit, um mich auf die Rasensaison vorzubereiten. Und auch dann profitiere ich vom guten Aufbau, was mich physisch stark macht und gut für mein Spiel ist.»

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