Dramatischer French-Open-Final
Zverev besiegt seinen Grand-Slam-Fluch

Alexander «Sascha» Zverev hats geschafft: Mit seinem Sieg im French-Open-Final gegen den Italiener Flavio Cobolli holt der Deutsche seinen ersten Grand-Slam-Titel.
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Da ist das Ding! Zverev triumphiert in Paris.
Foto: keystone-sda.ch
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Christian MüllerRedaktor Sport

Sascha Zverev ist ein Grand-Slam-Sieger. An diese Tatsache muss sich auch der Deutsche erst noch gewöhnen. Seine ersten drei Major-Finals hatte der 29-Jährige alle verloren. Phasenweise hatte er – auch angesichts der Dominanz von Carlos Alcaraz und Jannik Sinner – den Glauben an einen ganz grossen Titel schon verloren.

Im Final von Roland Garros schlägt doch noch seine grosse Stunde: 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 und 6:1 ringt er den Italiener Flavio Cobolli (24) nieder. Zverez wird damit zum ersten deutschen Grand-Slam-Champion bei den Männern seit Boris Becker an den Australian Open 1996.

«Wir waren so oft Verlierer, vor allem in wichtigen Momenten», sagt Zverev nach dem Triumph in Richtung seiner Box, in der auch sein Papa steht. «Aber jetzt sind wir Sieger. Das ist alles, was zählt.» Es ist Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet der Court Philippe-Chatrier zum Ort seines grössten Erfolgs wird. Hier zog er sich 2022 im Halbfinal gegen Rafael Nadal eine brutale Knöchelverletzung zu. «Dieser Platz ist so speziell für mich», sagt er deshalb. «Hier habe ich verletzt gespielt. Hier habe ich vor zwei Jahren einen Final verloren. Und nun kommts zu diesem Happy End.»

Mental muss Zverev auf dem Weg zum Triumph eine riesige Hürde überwinden: Seit dem frühen Out der Weltnummer 1 Sinner sind in Paris alle Augen auf den 1,98-Meter-Mann gerichtet. Ganz Deutschland erwartet nicht weniger als den Titel. Dass er ihn nach Hause bringt, verdankt der Hamburger einer Willensleistung. Körperlich angeschlagen, muss er im Final zweimal einen Satz-Ausgleich hinnehmen. Im fünften Durchgang setzt sich dann aber doch die grössere Erfahrung und Klasse durch. Zverev ist damit den undankbaren Titel des besten Spielers ohne Grand-Slam-Erfolg los.

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