Darum gehts
- Berrettinis ausweichende Antwort zu Musettis Sieg in Lyon löst Spekulationen über Zoff aus
- Online wird über private Gründe spekuliert, nachdem Berrettini Musetti auf Instagram entfolgte
- Berrettini fehlt im Davis-Cup-Aufgebot, Musetti ist dabei, Darderi ersetzt ihn wohl sportlich
Ein Interview von Matteo Berrettini (30) beim ATP-Turnier in Wien sorgt für Aufsehen. Und das, nachdem der Italiener am Montagabend sein Auftaktspiel eigentlich gewonnen hatte. Der Grund: Nach dem Triumph wird Berrettini auf den Erfolg seines Landsmanns und vermeintlichen Kumpels Lorenzo Musetti (24) beim Turnier in Lyon angesprochen. Die Reaktion des 30-Jährigen fällt allerdings ungewöhnlich kühl aus.
Berrettinis Reaktion schafft Raum für Spekulationen
Auf die Frage zu Musetti wirkte Berrettini zunächst überrascht, fast scheint es, als wäre ihm bei der Situation unwohl. Zuerst sorgt Berrettini für Verwunderung mit der Gegenfrage: «Ähm ... sind wir live?» Danach ringt Berrettini sekundenlang nach den richtigen Worten. Schlussendlich bleibt er diplomatisch: «Ich weiss, er hat hart gearbeitet, um zurückzukommen. Und ich schätze, er hat es verdient.» Danach beendet er das Interview schnell.
Die Szene löst online sofort Spekulationen aus. Fans vermuten ein abgekühltes Verhältnis bei den beiden italienischen Teamkollegen. Ob und was dahinter steckt, bleibt unklar.
Zusätzlich angeheizt werden die Gerüchte dadurch, dass Berrettini seinem Landsmann auf Instagram nicht mehr folgt. Spekuliert wird gar über private Hintergründe im Zusammenhang mit Berrettinis Ex-Freundin und dass Musetti dabei eine Rolle gespielt haben könnte. Ist der beste Tennis-Kumpel verantwortlich für das Liebes-Aus?
Bestätigt ist das alles nicht. Berrettini und Musetti haben sich bisher nicht öffentlich dazu geäussert.
«Eine Freundschaft abseits des Platzes»
Die Szene sorgt unter anderem so für Aufsehen, da die beiden italienischen Tennis-Stars eine langjährige Freundschaft verbindet. 2022 sagte Berrettini bei «Corriere dello Sport» auf seinen Kollegen Musetti angesprochen: «Dank des Davis Cups entstand zwischen uns eine Freundschaft auch abseits des Platzes.» Der 30-Jährige zieht sogar den Vergleich zu Nadal und Federer: «Ich finde das sehr schön: Wie Federer und Nadal gezeigt haben, geht Tennis über alles hinaus.»
Noch einmal Öl ins Feuer giesst nun die italienische Nominierung für den Davis-Cup in ein paar Wochen. Berrettini war die letzten Jahre immer in der Auswahl – nicht so dieses Jahr. Musetti jedoch ist dabei. Obwohl auch dies die Gerüchteküche brodeln lässt, liegt der Grund für die Nicht-Nominierung des Italien-Stars wohl in dessen sportlicher Leistung. Mit ATP-Platz 30 ist Berrettini durch den höher gerankten Luciano Darderi (24, ATP 23) ersetzt worden.