Die Geduldsprobe endet für Dominic Stricker (23) mit einer Enttäuschung: Der Berner verliert seine Achtelfinal-Partie von Gstaad gegen den Kasachen Alexander Schewtschenko (25, ATP 100), die am Donnerstag wegen des wechselhaften Wetters und der einbrechenden Dunkelheit beim Stand von 4:3 aus seiner Sicht hat unterbrochen werden müssen, in zwei Sätzen mit 6:7 und 2:6.
Dabei besonders bitter: Beim Unterbruch am späten Abend hat Stricker noch mit Break geführt. Diesen Schwung kann er am Tag darauf nicht mitnehmen: Früh muss er sich den eigenen Aufschlag abnehmen lassen, ehe er den ersten Satz im anschliessenden Tie-Break knapp verliert.
Es ist ein Rückschlag, von dem sich die mit einer Wildcard ausgestattete Weltnummer 360 nicht mehr erholen kann: Bereits bei erster Gelegenheit schafft Schewtschenko im zweiten Durchgang das Break, später legt er zum 5:2 nach – die Vorentscheidung in diesem Spiel. Nach knapp 90 Minuten steht Strickers Niederlage dann fest, womit auch der letzte Schweizer im Einzel-Wettbewerb von Gstaad ausgeschieden ist.
Dennoch dürfte Stricker das Heimturnier im Berner Oberland gut in Erinnerung behalten: In der Startrunde holte er sich mit einer überzeugenden Leistung gegen den Spanier Jaume Munar (ATP 44) seinen ersten Sieg auf der ATP-Tour seit einem Jahr.
Und die Swiss Open sind für Stricker noch nicht zu Ende: Noch am späten Freitagnachmittag steht er zusammen mit Landsmann Dylan Dietrich im Viertelfinal des Doppel-Turniers im Einsatz.