Das Podest
1. Petra Vlhova (Slk) 1:45, 22
2. Mikaela Shiffrin (USA) +0,47
3. Lena Dürr (De) +0,78
Das Rennen
Im Norden nichts Neues! Das Podest vom Samstag ist auch das Podest vom Sonntag. Vlhova siegt, Shiffrin wird Zweite und Dürr Dritte. Aber: Dahinter steigert sich das Schweizer Slalom-Duo Holdener und Gisin markant. Die Ränge 4 (Holdener) und 5 (Gisin) sind aller Ehren wert – zumal die Voraussetzungen für die beiden nach ihren Problemen alles andere als gut waren. Wir erinnern uns: Holdener brach sich beide Handgelenke und Gisin litt am Pfeifferschen Drüsenfieber. Darum: Daumen hoch!
Die Schweizerinnen
4. Wendy Holdener +0,97
5. Michelle Gisin +1,24
26. Camille Rast +3,59
OUT nach dem 1. Lauf: Carole Bissig, Nicole Good, Mélanie Meillard.
Sie wollte aufs Podest, letztlich wird sie Vierte: Wendy Holdener darf trotzdem sehr zufrieden sein. Im SRF meint sie nach ihrem 4. Platz: «Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ich habe mehr angegriffen, ging mehr Risiko. Da will ich auch hin.» Auf ihre Vorgeschichte mit den Handverletzungen angesprochen, meint sie: «Dass ich hier bin, das spüren kann, so angreifen kann, war nicht klar. Ich wusste nicht, ob meine Hände diese Schläge aushalten würden. Darf man nicht vergessen. Wir haben einen guten Job gemacht und jetzt eine Pause verdient.»
Überglücklich ist derweil Michelle Gisin. Zurecht. Obwohl sie nach dem ersten Lauf auf Rang 3 liegt und noch zwei Plätze verliert. Für die Allrounderin ist dieses Resultat eine Bestätigung, dass sie gelernt hat, mit den Folgen des Pfeifferschen Drüsenfieber umzugehen. Eine Garantie für die nächsten Rennen ist das noch nicht, aber das Wochenende in Levi wird ihr weiter Auftrieb geben.
Camille Rast kann mit ihrem Saisonstart nicht zufrieden sein. Zwar holt die Walliserin im Gegensatz zum Samstag Punkte, Rang 26 ist aber nicht das, was sie von sich erwartet.
Bereits nach dem ersten Lauf bleibt Mélanie Meillard hängen, sie wird 32 und muss damit nach zwei Rennen ohne Punkte aus Finnland abreisen – eine Enttäuschung. Das gleiche Schicksal erleben auch Nicole Good, Elena Stoffel und Carole Bissig. Ob sie für den Slalom in Killington am kommenden Sonntag aufgeboten werden, steht in den Sternen.
Die Bedingungen
Das Flutlicht brennt im hohen Norden und liefert perfekte Sicht für die Athletinnen. Die Piste ist hart, aber nicht eisig – schlicht perfekt.
Das gab zu reden
Vlhova auf Wolke sieben! Unter ihrem neuen Trainer, dem Tessiner Mauro Pini, gewinnt die Slowakin zum vierten Mal nacheinander in Levi. Hier ist sie offenbar unschlagbar. Speziell dabei: Nach der harten (wenn auch erfolgreichen) Zeit unter Coach Livio Magoni wirkt Vlhova viel nahbarer, sie lacht mehr und zeigt ihre Emotionen. Schön!
So gehts weiter
Bereits am kommenden Wochenende sind die Technikerinnen wieder dran. In Killington (USA), also in der Heimat Shiffrins, stehen ein Riesenslalom (Samstag) und ein Slalom (Sonntag) an. Wetten, dass Shiffrin dann Revanche nehmen will?