Loïc Meillard drückt dem ersten Lauf den Stempel auf. Mit Startnummer 2 zaubert er eine Zeit in den Schnee, an der sich die Konkurrenz die Zähne ausbeisst. Henrik Kristoffersen auf Rang 2 liegt bereits 67 Hundertstel zurück.
Die anderen Schweizer können nicht mit ihrem Landsmann mithalten. Tanguy Nef auf Zwischenrang 9 hat 2,09 Sekunden Rückstand, Daniel Yule als büsst als 19. 3,70 Sekunden ein. Bitter endet das Weltcupdebüt von Giuliano Fux. Der frischgebackene Junioren-Weltmeister scheidet mit einem Einfädler aus.
Im Kampf um die kleine Kugel hat Atle Lie McGrath 41 Punkte Vorsprung auf Lucas Braathen. Die beiden sind unmittelbar hintereinander klassiert. Braathen ist Fünfter, McGrath Sechster.
Der 2. Lauf beginnt um 13.30 Uhr.
Der letzte Vorhang der Saison fällt dann um 13:30 Uhr, wenn in umgekehrter Reihenfolge zum Klassement das Finale gestartet wird. Wenn die Strecke dann auch so extrem abbaut, wie im Laufe des ersten Runs, dürften da noch einige Verschiebungen drin sein. Für Spannung ist allemal gesorgt. Bis später!
Loïc Meillard hat nach einem fabelhaften ersten Lauf beste Chancen, den letzten Slalom der Saison zu gewinnen. Der Schweizer liegt hat mit Startnummer zwei auf frischer Piste einen perfekten Run erwischt und liegt fast sieben Zehntel vor dem zweitplatzierten Henrik Kristoffersen. Der Kampf um die Kristallkugel hat sich derweil nochmal zugespitzt, denn der führende Atle Lie McGrath rangiert nur auf Platz 6. Neben Kristoffersen liegen auch die beiden anderen Kugelanwärter Clément Noël (4.) und Lucas Pinheiro Braathen
(5.) vor dem Norweger, der im zweiten Durchgang liefern muss. Linus Strasser startet von Rang 13 ins Finale.
Giuliano Fux hatte sich für sein Weltcupdebüt natürlich auch bessere Bedingungen erhofft. Der Juniorenweltmeister kämpft um jedes Tor und will unbedingt runter, fädelt dann aber im Mittelteil ein und scheidet leider aus.
Marco Schwarz hat sich über die 500-Punkte-Regel auch für diesen finalen Slalom qualifiziert und darf sich nochmal zeigen. Der Österreicher bringt einen couragierten Lauf runter und bleibt immerhin knapp unter der Vier-Sekunden-Grenze. Da könnte es im zweiten Run noch ein bisschen nach vorne gehen.
Laurie Taylor kann zumindest im Steilabschnitt zu Beginn mal den Rückstand in Grenzen halten und hat einen ganz ordentlichen Speed drauf. Hinten raus baut der Brite aber immer weiter ab und kann sich nur knapp vor Kolega platzieren.
Samuel Kolega konnte in dieser Saison seine Form aus dem letzten Jahr nicht bestätigen und kann auch heute keinen guten Abschluss mehr liefern. Immer wieder sucht der Kroate seinen Aussenski und hat letztlich über vier Sekunden im Rucksack.
Jetzt wird auch noch die Sicht schlechter und die Bedingungen werden immer schwerer. Dominik Raschner kommt überhaupt nicht in seinen Rhythmus und ist schliesslich sichtlich froh, überhaupt durchgekommen zu sein.
Für jedes einzelne Tor muss nun so viel in die Richtung investiert werden, dass überhaupt keine flüssige Fahrt mehr möglich ist. Oscar Andreas Sandvik hat da mit seinen unorthodoxen Schwüngen erst recht Probleme und muss sich mit Rang 18 begnügen.
Albert Popov findet oben überhaupt nicht rein und muss um jedes einzelne Tor kämpfen. Der Bulgare nimmt dann auch irgendwann raus und checkt mit fast fünf Sekunden Rückstand ein.
Daniel Yule ist immer mal für ein Topresultat gut, doch auch der Schweizer ist im tiefen norwegischen Schnee auf verlorenem Posten unterwegs. Es reicht nur für die bis dato langsamste Zeit des Tages.