Darum gehts
- Italienisches Ski-Team ehrt Opfer der Brand-Katastrophe in Crans-Montana
- Teamchef Rulfi legt Blumenkranz nieder, Athletinnen verzichten auf Interviews
- 40 Tote, darunter Nachwuchsgolfer Galeppini, bei der Tragödie
Der Ski-Weltcup erweist den Opfern der Brand-Katastrophe von Crans-Montana die Ehre. Das italienische Frauen-Team versammelt sich um 15.30 Uhr im Zentrum des Städtchens vor der Bar Le Constellation. Teamchef Gianluca Rulfi legt dabei einen grossen Blumenkranz nieder.
Hier, wo 40 Menschen gestorben sind und viele weitere verletzt wurden. Auch die Betreuer sind dabei. Sie bilden einen Halbkreis vor der Bar. Rund 30 Journalisten – viele aus Italien – berichten. Speed-Ass Sofia Goggia (33) murmelt etwas, das nicht zu verstehen ist. Vielleicht betet sie. Nach fünf Minuten verlässt das gesamte Team den Unglücksort. Die Athletinnen verzichten auf Interviews.
Elena Curtoni (34), die 2011 in Crans-Montana Junioren-Weltmeisterin wurde, sagte einige Stunden zuvor im Zielraum: «Als ich diese Woche nach Crans anreiste, kamen die Gedanken ans Unglück gleich als erstes wieder auf. Es ist eine schwierige Zeit und es geht mir wirklich nahe.»
Curtoni kannte den hoffnungsvollen italienischen Nachwuchsgolfer Emanuele Galeppini, der mit 16 Jahren im Flammen-Inferno starb, persönlich. «Wir wollen den Familien der Opfer zeigen, dass wir an sie denken und sie unterstützen.»