Von Allmen antwortet auf Ehammers Seitenhieb
Die grossen Sieger der Swiss Ski Night in Zürich heissen: Mathilde Gremaud (26) und Franjo von Allmen (24). Beide haben an Olympia Gold geholt, von Allmen gar dreifach. «Die Auszeichnung zeigt einmal mehr, dass das ganze Team und der ganze Trainer-Staff einfach ausgezeichnet harmoniert», sagt der blitzschnelle Speed-Star aus Boltigen BE. Nach der Traum-Saison mit dem Gold-Trio in Bormio gibts nun auch noch die verbandsinterne Trophäe. Und dann nächsten Winter den Award als Schweizer Sportler des Jahres? Diese Vermutung stellte Leichtathlet Simon Ehammer kürzlich gegenüber Blick auf. «Mein Weltrekord hilft mir nichts, gegen einen Skifahrer mit drei Olympia-Gold bin ich chancenlos», sagte Ehammer mit Augenzwinkern. Von Allmen dazu: «Das sehen wir dann nächstes Jahr. Was Ehammer geleistet hat, ist schon auch sehr gross.»
Gisin mit Glitzer-Auftritt der heimliche Star des Abends
Die in St. Moritz schwer gestürzte Michelle Gisin (32) ist der heimliche Star des Abends. Zuerst erzählt die Engelbergerin auf dem Roten Teppich, dass sie in ihrer Reha bereits wieder einen Skitag einbauen konnte. «Es war zwar viel zu früh für das Knie. Aber die paar Schwünge im Schnee waren wichtig für das Herz.» Und dann erscheint sie als Co-Moderatorin von SRF-Mann Rainer Salzgeber auch auf der Bühne. Ihr glitzerndes Kleid? Das stammt von der standesamtlichen Hochzeit mit Luca De Aliprandini, der auch in Zürich im Saal unter den über 900 Gästen dabei ist. Und siehe da: Gisin hat auch Talent für die grosse Bühne.
Ex-Freestyler kommt im Fan-Outfit
Das mit Abstand schrillste Outfit trägt Fabian Bösch (28) zur Schau. Es ist ein Anzug im rot-weissen Schweizerkreuz-Design. «Diesen Anzug habe ich von Nicolas Huber gekriegt, darum ist er mir eigentlich etwas zu gross. Aber ich weigere mich, extra chice Kleidung zu kaufen, ich brauche das einfach nicht.» Bösch kündigt an, mit dem Fan-Dress auch an der Hockey-WM ein Spiel zu besuchen.
Ski-Talent aus dem Militär
Besonders froh, sich elegant zu kleiden, ist Ski-Aufsteigerin Sue Piller (21). Sie steckt in der Sportler-RS. «Ich habe ein Urlaubsgesuch schreiben müssen», sagt sie schmunzelnd.
Grosse Ehre für zwei Ski-Legenden
Die Swiss-Ski-Gemeinde kürt an diesem Abend gleich zwei Legenden. In der Kategorie «Hidden Hero», den versteckten Helden, gibt die Auszeichnung für Ex-Weltmeister und Europacup-Trainer Franz Heinzer. «Das freut mich sehr», sagt Heinzer, «das ist eine grosse Ehre für die ganze Arbeit, die wir leisten. Aber er platziert auch eine Warnung: «Es wird nicht einfach, dieses Niveau zu halten.» Dann tritt auch noch Heinzers ehemaliger Coach Karl Frehsner mit bald 87 Jahren auf die Bühne. Für den Österreich gibts den Lifetime Award.
Huber wechselt mit Award die Sparte
Swiss Ski verleiht auch einen Social-Media-Award. Er geht nicht besonders überraschend an Snowboarder Nicolas Huber, dessen Content seit Jahren Kult ist. «Die besten Ideen für Videos habe ich unter der Dusche!», sagt der Freestyler, der nächsten Winter die Disziplin wechselt und Snowboardcross fahren wird.